(c) Pester Lloyd / 14 – 2010 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
EU-Millionen für Altstadtsanierung in Szentendre
06.04.2010 · Nachrichten
EU-Millionen für Altstadtsanierung in Szentendre
Für 1,92 Milliarden Forint bzw. 7,3 Mio. EUR kann das bei Touristen besonders beliebte barocke Künstlerstädtchen Szentendre vor den Toren Budapests ab nächstem Frühjahr wichtige Renovierungs- und Stadtverschönerungsarbeiten vornehmen. Der entsprechende Finanzierungsantrag der Stadtverwaltung wurde jetzt von der Ungarischen Nationalen Entwicklungsagentur beim Wirtschaftsministerium bewilligt. In der Summe enthalten sind allein 3,4 Mio EUR aus Fördergeldern der Europäischen Union. Für das Geld sollen der Hauptplatz und dessen Umgebung erneuert werden, darunter die Dumtsa Jenö Gasse, die Malom utca sowie die Bogdányi Straße sowie die Begrenzungen des Bükkös Baches. Teil des Projektes ist auch eine Umgestaltung des Tourinform-Büros am Beginn der Altstadt sowie der fehlende Flügel der Kunstmühle. Bereits Ende März begann im Rahmen des 1000 Jahre+ Programmes der Stadt die Renovierung von vier Kindergärten, die bereits im August fertiggestellt sein sollen. Dort werden vor allem Erweiterungen im Gartenbereich vorgenommen, aber auch bessere pädagogische und logistische Möglichkeiten für Kinder mit körperlichen oder geistigen Benachteiligungen geschaffen. Weitere Entiwcklungsprojekte in diesem Jahr sind die Verbesserung von Hochwasserschutz und die Rekonstruierung des medizinischen Zentrums der Stadt.
Túró Rudi angeblich stärkste Marke in Ungarn
06.04.2010 · Wirtschaft
Túró Rudi angeblich stärkste Marke in Ungarn
Der durch seine roten Punkte auf weißem Grund unübersehbare Quarkriegel Túró Rudi ist die stärkste Marke, die Ungarn zu bieten hat. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Institute Braun & Partners und der GfK Hungária für die Zeitschrift Figyelö. Damit liegt der Riegel auf nationaler Ebene in der Beliebt- wie Bekanntheit noch vor Coca-Cola und Danone, danach folgen die Privatsender RTL Klub, TV2 und die britische Lebensmittelkette Tesco. Im Autobereich ist erwartungsgemäß Suzuki vorn, der in Ungarn produziert wird, Nokia führt den Technologiebereich an, die OTP Bank den Finanzsektor. Dass Namen wie Tokaj, Herend, Unicum oder Herz bzw. Pick Salami nicht auf den vorderen Plätzen erschienen, weckt doch einige Zweifel an der Erhebungsmethode. Wie auch immer, auf der Liste wurden 25 Unternehmen der 50 Firmen aufgenommen, die 2009 am meisten für Werbung ausgaben, diese wurden dann um 16 ungarische Marken ergänzt. Túró Rudi gehört übrigens (wie auch die beiden Salami-Marken) zum Bonafarm-Imperium des OTP-Bankchefs Sándor Csányi und seiner Familie… Rudi in Peking (Sep 2009)
Der Kultriegel aus Ungarn erobert China
Superlaser in der Ex-Kaserne
08.04.2010 · Forschung
Superlaser in der Ex-Kaserne
Die Europäische Union unterstützt ein in Ungarn, Tschechien und Rumänien angesiedeltes Forschungsprojekt der zukunftsweisenden Lasertechnologie.
Soeben konnte die Nationale Entwicklungsagentur die Genehmigung von fast 1 Mrd. Forint (ca. 3,6 Mio EUR) an EU-Beihilfen für das im südungarischen Szeged angesiedelte Extreme Light Infrastructure Laserforschunsgzentrum bekanntgeben. Das Projekt ELI ist zu gleichen Teilen in Bukarest, Prag und Szeged angesiedelt und gehört zu jener Liste von 44 „großen Wissenschaftsprojekten“, die von der EU mit Vorzug behandelt und gefördert werden. Der ungarische Anteil daran liegt in der Errichtung der zentralen Forschungseinheit, einem Gebäude, das auf einem 10 ha Gelände der Universität Szeged gebaut wird, das früher von der Sowjetarmee genutzt worden ist. In dem Gebäude von der Größe einer Sporthalle wird eine Art Superlaser aufgebaut. Die Vorbereitung zu dem multinationalen Projekt, an dem auch Forschungseinrichtungen anderer EU-Länder beteiligt sind, läuft, die eigentliche heiße Phase dauert von 2011 bis 2015.
http://www.eli-hungary.hu/Czitrovszky
Technologie-Beschleuniger für tschechische IT-Branche
08.04.2010 · Forschung
Technologie-Beschleuniger für tschechische IT-Branche
Damit tschechische IT-Unternehmen es auf den Weltmarkt schaffen, schickt der Staat sie ins Silicon Valley. Die staatliche Agentur Czechinvest eröffnet im Plug and Play Tech Centre im kalifornischen Silicon Valley eine Außenstelle. Dort soll innovativen tschechischen Unternehmen der Weg in den Weltmarkt erleichtert werden. Seit Januar läuft dieses von der Regierung gestartete Projekt „Ceský technologický akcelerátor“. Unternehmen der IT-Branche, der Erneuerbaren Energien und der Life Sciences wird ein dreimonatiger Aufenthalt in den Vereinigten Staaten ermöglicht, bei dem sie aktiv nach einem Partner suchen sollen, mit dem sie aktuelle Produkte weiterentwickeln können. „Produkte, von denen wir uns fest versprechen, dass sie in der Welt auf Interesse stoßen.“ sagt der Verantwortliche in einem Interview mit Radio Prag. Webseite des Projektes
http://www.czechinvest.org/czechaccelerator
Twin-City Abkommen Wien-Bratislava
08.04.2010 · Osteuropa
Twin-City Abkommen Wien-Bratislava
Die slowakische Hauptstadt Bratislava plant ein bilaterales Abkommen über internationale Zusammenarbeit mit der österreichischen Hauptstadt Wien. Die Stadtverwaltung verabschiedete vor kurzem den Entwurf des Vertrages und bevollmächtigte den Oberbürgermeister Andrej Durkovský dazu, das Abkommen am 19. April im Rahmen der internationalen Konferenz „Donaustrategie“ zu unterzeichnen. Die künftige Zusammenarbeit betrifft vor allem die Infrastruktur, die Regionalplanung, wirtschaftliche Zusammenarbeit, den Schutz vor Hochwasser und Naturkatastrophen sowie Projekte, die aus den Fonds der Europäischen Union finanziert sind. Die Städte sollen auch enger in den Bereichen Wissenschaft und Forschung, Kultur, Ausbildung, Marketing und Fremdenverkehr zusammenarbeiten. Hintergrundinfos und Projekte der „Twin City“
Bahnstreik in Ungarn am Samstag möglich
09.04.2010 · Nachrichten
Bahnstreik in Ungarn am Samstag möglich
Sollte es bis Freitag keine Einigung zwischen den Vertretern der Lokomotivsparte MÁV Trakció der ungarischen Staatsbahn MÁV und den Vertretern der Lokführergewrkschaft geben, droht für Samstag den 10. April ein Warnstreik von 8 Uhr morgens bis 14.00 Uhr am Nachmittag. Das verkündete der Gewerkschaftsführer Attila Dancsa. Die Forderungen der Lokführer beinhalten neben Lohnerhöhungen auch Kündigungsschutz und besser regulierte Arbeitszeiten. Die ungarische Staatsbahn ist schwer verschuldet und ist dringend sanierungsbedürftig. In den letzten zwei Jahren kam es immer wieder zu, zum Teil tagelangen, Streiks, u.a. aus politischen Motiven, aber auch wegen der Forderung nach einer Beteiligung an dem Erlös aus dem Verkauf der MÁV Cargo an die Rail Cargo Austria.
Alle Beiträge des Pester Lloyd zum Thema MÁV
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