Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Kurzmeldungen aus Ungarn — KW 21/2009 (II)

(c) Pester Lloyd / 21 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.

14% weniger Prämien für Versicherungen

20.05.2009 · Wirtschaft

_______________________________________________________

14% weniger Prämien für Versicherer in Ungarn

Die Prämieneinnahmen der in Ungarn tätigen Versicherungsunternehmen gingen im ersten Quartal um 14% zurück, meldet der Branchenverband der Versicherer. Die Einnahmen bei Lebensversicherungen sanken um 27% auf nur noch 93 Milliarden HUF. Die Gesamtprämieneinnahmen sanken durch die Bank, lediglich die Union konnte 47% zulegen. ING -14%, Generali-Providencia -4%, Allianz -16%, OTP Garancia -31, Uniqa -29%. Bei den Lebensversicherungen führt die ING den Markt an, gefolgt von Aegon und Generali. Beim Gesamtmarkt führ die Allianz mit Prämieneinnahmen von 43,7 Mrd. HUF vor Generali mit 24,7 und Aegon mit 11,1. Bei Autoversicherungen führ Aegon mit 23% Marktanteil, gefolgt von Generali (16) und Uniqa (6).

(c) Pester Lloyd IHRE MEINUNG IST GEFRAGT – KOMMENTAR ABGEBEN

IMPRESSUM

400 Mio EUR auch für Osttöchter der Erste Group

21.05.2009 · Wirtschaft

_______________________________________________________

400 Mio EUR auch für Osttöchter der Erste Group

Die Europäische Investitionsbank (EIB) wird rund 400 Mio EUR an die Erste Gruppe leihen, damit diese bei ihren Osttöchtern die Kreditausreichung an kleine und mittelständische Unternehmen ausweiten kann. Ein ähnliches Kreditpaket in ungefähr der gleichen Größenordnung wurde vor einigen Wochen mit der Unicredit (Bank Austria) verabredet ( unser Beitrag ). Auf Ungarn entfallen rund 40 Mio EUR. Es sollen bevorzugt Projekte des Umweltschutzes, der Energieeffizienz und -infrastruktur, sowie im Gesundheits- und Bildungsbereich bedient werden. Auch touristische Unternehmen könnten von den Geldern profitieren.

(c) Pester Lloyd IHRE MEINUNG IST GEFRAGT – KOMMENTAR ABGEBEN

IMPRESSUM

Moody´s stuft fast alle Banken Ungarns runter

21.05.2009 · Wirtschaft

_______________________________________________________

Moody´s stuft fast alle Banken Ungarns runter

Eine der drei großen Rating-Agenturen, Moody´s hat praktisch die gesamte ungarische Bankenlandschaft herunter gestuft. Betroffen von dem abwertenden Rating, das vor allem eine Entscheidungshilfe für die wichtigen institutionellen Anleger ist, nachdem sich aber auch Banken und Brokerfirmen bei der Formulierung ihrer Kursziele richten sind: die OTP, die OTP Hypo, CIB, K&H, MKB, Erste Ungarn, Budapest Bank und die MFB. Lediglich Raiffeisen, ING und Unicredit entkamen vorerst einer Herunterstufung. Die FHB wurde in ihrer Position zwar bestätigt, aber der Ausblick von stabil auf negativ gesetzt.

Damit folgen die Banken der Abwertung der ungarischen Staatsanleihen, die mittlerweile bei Baa1 stehen. Vor allem das Kreditrisiko und die allgemein sehr schlechte wirtschaftliche Umgebung für operatives Geschäft, haben den Ausschlag für die Neubewertung gegeben. Die Zahl fauler Kredite für Unternehmen wird steigen, was zu höheren Abschreibungen führt. Auch die sich verschlechternde Situation, die Forintschwankungen und ein erwartetes Abrutschen der Immobilienpreise seien Gründe. In CEE ist Ungarn daher einer der riskanteren Finanzplätze, nicht zuletzt auch wegen des hohen 60%igen Anteils an Fremdwährungskrediten. „Wir glauben, dass diese Verluste zu signifikanten Einbußen bei der Kapitalausstattung der meisten ungarischen Banken führen wird“, sagte dazu Gabirel Kadási, Moody´s Mann für die ungarische Bankenszene.

(c) Pester Lloyd IHRE MEINUNG IST GEFRAGT – KOMMENTAR ABGEBEN

IMPRESSUM

Huawei schafft 700 neue Jobs

22.05.2009 · Wirtschaft

_______________________________________________________

Huawei schafft 700 neue Jobs

Das chinesische Unternehmen Huawei, dass sich vorwiegend mit der Herstellung von Telekom-Equipment befasst, will zwei neue Werke in Ungarn errichten. Die Fabriken sollen in den Gewerbeparks von Komárom und Pécs entstehen und rund 700 neue Jobs schaffen, 280 davon noch in diesem Jahr. Huawei produziert bereits seit Jahren in Ungarn, konnte jetzt aber eine Vereinbarung mit der Magyar Telekom über die Lieferung von Glasfaserkabeln treffen, die zur Erweiterung der Kapazitäten führt. Huawei steuert neben der Produktion seit 2004 auch seine gesamten CEE-Aktivitäten von einem Hauptquartier in Budapest aus. Ausschlaggebend für die Ausbauentscheidung hatten zudem, die Präsenz der Bank von China als auch der Umstand, dass Ungarn über die größte chinesische Gemeinde der Region verfügt.

(c) Pester Lloyd IHRE MEINUNG IST GEFRAGT – KOMMENTAR ABGEBEN

IMPRESSUM

KEG – ein Börsenneuling traut sich in Budapest

22.05.2009 · Wirtschaft

_______________________________________________________

KEG – ein Börsenneuling traut sich in Budapest

Am 22. Mai meldet sich, nach langer Durststrecke die Börse Budapest wieder mit einer Neuemmission. Die KEG „Central European Gas Terminal“ wird seit einem halben Jahr der erste Börsengang in Budapest sein. Allerdings handelt es sich in nicht um einen klassischen IPO eines Neustarteters, sondern eher um einen Finanzierungsverkauf. Das Unternehmen befindet sich seit einigen Monaten in mehrheitlichem Besitz der Phylaxia Pharma AG, die einen Teil ihres Aktienpaketes nun an die Börse bringt, um die Wachstumspläne der KEG finanzieren zu können. KEG will ihre Kapazitäten zur Lagerung von Flüssiggas von derzeit 5.000 auf rund 130.000 Kubikmeter bis 2014 vergrößern. Als Umsatzziele für 2009 werden 2,5 Mrd HUF (vorher 1,3) angepeilt. Der operative Gewinn (also vor Steuern, Ausschüttungen, Abschreibungen und Rückstellungen) wird mit 300 Mio HUF, also etwa 1,2 Mio EUR gegenüber 142 Mio HUF porgnostiziert. Phylaxia selbst ist im letzten Jahr zu einem Pfennig-Stock und Zockerpapier für Insider geworden, der Kurs sank von über 28 auf bis derzeit rund 6 Forint, schwankt aber im Tagesverlauf mitunter heftig.

(c) Pester Lloyd IHRE MEINUNG IST GEFRAGT – KOMMENTAR ABGEBEN

IMPRESSUM

Entwertung von Aktien verlangsamt

22.05.2009 · Wirtschaft

_______________________________________________________

Entwertung von Aktien verlangsamt

Die Marktkapitalisation (also der Börsenwert der Aktien) ungarischer Aktiengesellschaften fiel im ersten Quartal nochmals um 283 Mrd. HUF (ca. 1 Mrd. EUR), was an der Budapester Börse schon als Erfolg gefeiert wird, scheint sich doch ein allmähliches Ende des Kapitalabzuges und der Wertvernichtung, bzw. Bewertung durch Kursverluste abzuzeichnen. Im vierten Quartal 2008 betrug der Wertverlust nämlich noch über 2 Billionen Forint, umgerechnet ca. 8 Mrd. EUR. Das meldet die ungarische Nationalbank. Im gesamten Quartal gab es keinerlei Neuemmissionen, aber auch keine Delisting. Ausländische Unternehmen bzw. Personen halten, so das messbar ist, direkt nur noch ca. 600 Mio EUR an ungarischen Aktien, nur noch ein Viertel des Wertes von vor einem Jahr.

(c) Pester Lloyd IHRE MEINUNG IST GEFRAGT – KOMMENTAR ABGEBEN

IMPRESSUM

Titelseite der aktuellen Pester-Lloyd-Wochenzeitung

Neu · Jeden Freitag als PDF

Der Pester Lloyd als Wochenzeitung – wie früher am Kiosk, nur digital

Ausgabe 10.–16. August 2026, 15 Seiten im großen Zeitungsformat. Darin unter anderem:

• Sziget, Tag drei – Florence, Staub und ein Ermittlungsverfahren• András Baka vereidigt – ein Präsident für den demokratischen Wiederaufbau

Zeitung ansehen – 2,50 €

In eigener Sache – Ihr Kauf unterstützt unabhängigen Journalismus ohne Paywall.

0 0 Bewertungen
Beitragsbewertung
Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Kommentare
Älteste
Neueste Meistbewertet
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
© Alle Inhalte Copyright 2026 Pester Lloyd
0
Deine Meinung würde uns sehr interessieren. Bitte kommentiere.x