(c) Pester Lloyd / 21 – 2009 WIRTSCHAFT 20.05.2009
IWF zufrieden, nächstes Geld kann nach Ungarn fließen
Der Vorstand des Internationalen Währungsfonds (IWF) geht davon aus, Ungarn die nächste Kredittranche von 1,43 Milliarden EUR für Ende Juni zusagen zu können. Das kam bei Gesprächen des IWF und er EU mit ungarischen Regierungsvertretern heraus.
Finanzminister Péter Oszkó betonte am Montag auch, dass man sich einig sei, dass die bisher eingeleiteten Maßnahman ausreichend seien, um Ungarns Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Damit reagierte er auf Spekulationen, die Kreditlinie könnte erhöht werden müssen. Ungarns BIP-Rückgang fiel stärker aus als erhofft, für das Gesamtjahr wird mit mehr als -7% gerechnet, auch das Defizitziel von 2,9% scheint nicht mehr zu halten zu sein, rund 3,9% stehen nun im Raum.
IWF und EU sprechen nurmehr von langfristigen Zielen beim Defizit, 2011 soll es erstmals wieder unter 3% liegen können. Beide Institutionen hätten Ungarn keine Vorschriften hinsichtlich einer speziellen Steuerreform gemacht. Man erwarte lediglich, dass die Einnahmen konstant bleiben.
Nationalbankchef András Simor ergänzt, dass Ungarn sein Inflationsziel von 4-5% erreichen werde, wenn man von den Einmaleffekten der Mehrwertsteuererhöhung und anderer Maßnahmen (Alkohol- und Tabaksteuer etc.) absehe. D.h. in der EU wird man mit Ungarns Inflation leben können, nur für die Menschen wird es real teurer. Die Banken seien, trotz enormer Gewinneinbrüche stabil, zur Not stünden ja die Mutterhäuser zum Nachschießen bereit, aber die Einlage-Kredit-Ratio sei international ganz ansehnlich.
Unser monatlicher Nachrichtenspiegel: die wichtigsten Meldungen aus Ungarn und Mitteleuropa, einmal im Monat per E-Mail. Kostenlos, kein Spam, jederzeit abbestellbar.
Nachrichtenspiegel kostenlos abonnieren




