(c) Pester Lloyd / 21 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Börse Budapest mit Gewinnmitnahmen
18.05.2009 · Wirtschaft
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Gewinnmitnahmen an der Budapester Börse
Der Budapester Börsenleitindex BUX, der fast nur noch von vier Werten (MOL, Magyar Telekom, OTP, Richter) getrieben wird, konnte aufgrund eines Ausreißers der MOL um 9% nach oben, am Freitag mit einem Plus von 2% schließen, auch Wochenbasis gab es aber klare Verluste. Der Umsatz war mit rund 70 Mio EUR so niedrirg wie gewöhnlich, wobei wiederum über 97% des Handels auf die vier großen Blue Chips fielen. Auch der BUMIX, der MDAX Budapests konnte am Freitag 2,28% zurück gewinnen, fiel aber im Wochenvergleich um 4,2%. Die Wochenbilanzen lesen sich unterschiedlich. MOL sprang um 10,73% zu ihrem höchsten Stand seit Anfang November (Grund war hier sowohl das Übersrpingen einer Buy-Barriere sowie der vermutete Einstieg ins Irak-Geschäft), die OTP verlor 8,84%, Richter 6.94%, Telekom 1,34%. Die meisten Kursverluste sind klar auf Gewinnmitnahmen aus den Vorwochen zurück zu führen.
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MOL kauft sich im Irak ein
18.05.2009 · Wirtschaft
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MOL kauft sich im Irak ein
Die MOL hat am Wochenende mitgeteilt, 10% der Aktien an der Pearl Petroleum Company erworben zu haben, die ein Quasi-Monopol an der Ausbeutung der Gasfelder im Nordirak (Region um Mossul) innehat. Die MOL hat den Deal mit einem 6%igen Aktienpaket eigener Anteile bezahl, die je zur Hälfte an die beiden Eigentümer von Pearl gehen. Im irakischen Kurdistan erhofft sich die MOL Partizipation an einem der lohnendsten Gasfelder (Khor Mor) der nächsten Jahre, dass auch ein Herzstück des Nabucco-Projektes sein wird. Pearl hat bereits um die 500 Mio. Dollar in die Erschliessung und die Anbindung an Pipelines investiert, aber auch in Gaskraftwerke, die zukünftig bis zu vier Millionen Iraker (zuverlässig) mit Strom versorgen sollen. Weitere Investitionen sind nötig, um die Ressourcen auch effizient exportieren zu können, die Türkei aber auch Westeuropa winken als Abnehmer. Übrigens hat die österreichsiche OMV, also MOL´s liebster Feind, am selben Tag ebenfalls 10% bei Pearl übernommen, womit die beiden Streithähne nun einmal zeigen könnten, ob sie auch an einem Strang ziehen können.
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SáGa entlässt 500 Mitarbeiter
18.05.2009 · Wirtschaft
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Entlassungen in der Lebensmittelindustrie
Der Lebensmittelhersteller SáGa Foods wird 500 seiner 1.655 Arbeiter in Ungarn entlassen. Aufgrund des starken Nachfragerückganges, sei die Personalstärke so nicht mehr zu halten, das meldet die Nachrichtenagentur MTI. Ansonsten hält sich das Unternehmen informell eher zurück, ein MTI-Korrespondent berichtet, er wurde im Werk von Sárvár recht deutlich von Sicherheistkräften vor die Tür gewiesen. Saga stellt Schnittwurst, Würstchen, aber auch Tiefkühlprodukte wie Käsenuggets und Cordon Blue etc. her. Das Unternehmen behauptet, auf dem ungarischen „Würstchenmarkt“ mit 17%, wertmäßig sogar mit 26%, Marktführer zu sein. Außerdem ist der Betrieb einer der größten Exporteure von Geflügelprodukten des Landes. Das Unternehmen, dass sich aus mehreren ehemaligen Staatsbetrieben formiert hat, gehört seit 1993 zur britischen Bernard Matthews Gruppe und hat 2008, nach eigenen Angaben 33,3 Mrd. HUF umgesetzt.
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Electro World Ungarn wird verkauft
20.05.2009 · Wirtschaft
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Electro World Ungarn wird verkauft
Für den symbolischen Preis von einem Euro verkauft die in Großbritannien ansässige Elektrohandelsholding DSG International die kriselnden ungarischen Kaufhäuser der Electro World Kette. Käufer ist die EW Electro Retail, ebenfalls ein britsiches Unternehmen. Im Paket enthalten sind alle Geschäftsaktivitäten, die neuen Standorte sowie die Mitarbeiter.
Dagegen wird man das Geschäft in Tschechien und der Slowakei weiterführen, wo man 16 bzw. 2 Electro World-Häuser betreibt. Das gleiche gilt für Polen mit sechs Läden. Electro World machte bereits vor Ausbruch der Krise Verluste und verzeichnete 2008 bis Oktober bereits einen Umsatzrückgang von 6% sowie einen operativen Verlust von ca. 8 Mio EUR. Zahlen für das letzte Halbjahr liegen noch keine vor.
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Realeinkommen in Ungarn um 2,7% gesunken
20.05.2009 · Wirtschaft
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Realeinkommen in Ungarn um 2,7% gefallen
Die Bruttoeinkünfte der Ungarn sind im letzten Jahr um 4,3, die Nettogehälter um 3,3% gewachsen, meldet das Statistische Amt in Budapest. Klingt toll, ist es aber nicht, denn das Realeinkommen, also der Rest im Portemmonaise sank allein in den ersten drei Monaten 2009 bereits um 2,7%.
Von Januar bis März stiegen die Löhne und Gehälter (brutto) in der Privatwirtschaft um 4,8% (zum Vorjahreszeitraum, allein im März um 6,3%), im öffentlichen Dienst sanken diese um immerhin 9,5%. Die Realeinkommen sanken im öffentlichen Dienst sogar um 10%, was aber mit den im Vorjahr ausgeschütteten Boni zu tun hat, die diesmal entfielen. In der Privatwirtschaft hatte man fast genauso viel, bzw. wenig in der Geldbörse wie vor 12 Monaten. Insgesamt büßten die Ungarn also 2,7% real ein, eingerechnet dabei der Index der Verbraucherpreise, der um fast 7% stieg. Von ziemlich genau 10 Millionen Einwohnern, gingen von Januar bis März im Schnitt 2,67 Mio einer registrierten Arbeit nach.
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Gehaltshalbierung für Staatsmanager Ungarns?
20.05.2009 · Wirtschaft
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Gehaltshalbierung für Staatsmanager in Ungarn?
Ministerpräsident Gordon Bajnai hat während der montäglichen Parlamentssession nachdrücklich angeregt, die Gehälter der Direktoren und Vorstände von Staatsbetrieben um 50% zu reduzieren. Die Obergrenze für vom Staat kontrollierte Unternehmen solle demnach bei 2 Millionen Forint Gehalt pro Monat liegen (ca. 6.900.- EUR). Alles was darüber liegt und vertraglich nicht so schnell reduziert werden kann, sollen die Manager gemeinnützigen Organisationen zukommen lassen. Das gleiche solle für Unternehmen gelten, die einzelnen Ministerien nachgeordnet sind.
Der Fidesz reagierte auf diesen Vorschlag mit der abschätzigen Bemerkung, dass es sich dabei nur um einen „pathetisch“ vorgetragenen Trick handele. Was Bajani eigentlich sagen will, ist, dass die “Missmanager der nicht funktionierenden Staatsbetriebe das Sechsfache eines Durchschnittslohnes erhalten sollen”. Der Fidesz fordert Absenkung auf die Durchschnittslöhne und Verkleinerung der Vorstände auf je nur drei Mitglieder. Wie man mit solchen Gehältern fähige Manager in die Firmen bekommt, ließ man freilich offen. Das Durchschnittsgehalt in Ungarn entsprach 2008 (brutto!) 667 EUR.
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