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Kurzmeldungen aus Ungarn — KW 25/2009

(c) Pester Lloyd / 25 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.

Pumpenhersteller entlässt 200 Leute

15.06.2009 · Wirtschaft

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Pumpenhersteller Grundfos entlässt 200 Leute in Ungarn

Grundfos, einder der weltweit größten Hersteller von Pumpen wird rund 200 Mitarbeiter seines ungarischen Werkes entlassen, meldet MTI. Das dänische Unternehmen produziert Pumpen und Motoren in zwei Werken, in Tatabánya und Székesfehérvár und wollte diese Nachricht vorerst nicht kommentieren. Das Unternehmen erhielt bereits 183 Mio HUF Zuschuss aus dem nationalen Entwicklungsfonds, zur Unterstützung der Lohnzahlungen an die insgesamt 1.500 Mitarbeiter. Diese sind vorerst seit Juni bis Ende August auf Kurzarbeit gesetzt.

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Sozialisten mit Sammelbüchse unterwegs

15.06.2009 · Politik

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Ungarns Sozialisten mit Sammelbüchse unterwegs

Die „einhundert reichsten Ungarn“ sind aufgerufen, eine einmalige Spende in den Antikrisenfonds der Regierung einzuzahlen. Diesen Forderung erhob letzten Freitag der Geschäftsführer der MSZP-Fraktion im Parlament, József Tobias. Die dringliche Bitte richte sich an Privatpersonen, nationale und lokale Politiker, Banken und Unternehmen. „Die einhundert reichsten Unternehmer Ungarns sollten persönlich spenden, um den Fonds aufzufüllen,“, so Tobias. „Wir erwarten das vor allem auch von Unternehmen, die in den vergangenen Jahren Staatshilfen für ihre geschäftliche Tätigkeit erhalten haben.“ Außerdem wolle man ein Gesetz auf den Weg bringen, dass Banken dazu anhält von Zwangsmaßnahmen gegenüber Kunden abzusehen, die ihre Immobilienkredite aufgrund von Währungsschwankunen und / oder Jobverlust nicht rechtzeitig zurück zahlen können. Die Opposition verhöhnte die Sammelaktion der Sozialisten umgehend als totale Bankrotterklärung für die Wirtschafts- und Antikrisenpolitik der Gyurcsány-Bajnai-Regierungen.

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Opel-Kapazitäten wandern nach Ungarn

15.06.2009 · Wirtschaft

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Opel-Kapazitäten wandern nach Ungarn

Die Motor- und Getriebeproduktion von Opel könnte unter einem neuen Eigentümer von Deutschland nach Österreich und Ungarn abwandern. Das meldete das Handelsblatt am Freitag. Das Konsortium um den austro-kanadischen Zulieferkonzern Magna und der russischen Staatsbank OAO Sber mit dem Autohersteller GAZ würden die Motorproduktion von Rüsselsheim und Bochum u.a. in das Opelwerk in Szentgotthárd in Westungarn verlegen, dass damit als eines der wenigen Werke der Opel-Gruppe aufgewertet würde. Gleichzeitig hieß es, dass Opel / Sberbank auch die Chevrolet-Werke von GM in Russland übernehmen könnten. Chevrolet ist die drittbeliebteste Marke in Russland, mit fast 450.000 verkauften Einheiten pro Jahr. Wenn alles so läuft wie geplant, übernimmt Magna 20, Sberbank 35% an der neuen Opel-Unternehmung, 35% bleiben bei GM und der Rest bei Kleinaktionären und den beteiligten Ländern. Russland sieht den Deal als Möglichkeit, seine verarbeitende Industrie aufzubessern, seit der Rohstoffmarkt zu unsicher geworden ist.

Rettung oder Teufelswerk? – Was bedeutet der Opel-Deal für Ungarn

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Indische Elektroautos in Ungarn

15.06.2009 · Wirtschaft

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Indische Elektroautos in Ungarn

Der kleine Reva-Elektrohüpfer aus Indien, in England als „G-Wiz“ am Markt und auch als „Greeny“ bekannt, wird ab sofort auch in Ungarn verkauft. Die Firma Comtex Green sicherte sich den Exklusivvertrieb Reva für Ungarn. Firmenchef János Szabó erwartet sich rund 100 der kleinen E-Revas in den nächsten 12 Monaten zu verkaufen. Comtex startet mit dem Verkauf in Budapest und in Debrecen, weitere Verkaufsbüros sollen folgen. Die REVA Electric Car Company erzeugt die Autos in Indien, die Autos werden nur auf Bestellung hergestellt, danach dauert es rund 3 Monate bis zur Lieferung.

Die technischen Daten sind bescheiden: die Batterie der kleinen REVA Hüpfer braucht 8 Stunden zum Aufladen, die Reichweite beträgt rund 80 km, die Höchstgeschwindigkeit 80 km/h. Der Hammer dagegen ist der Preis. Das Basismodell kostet rund 12.000 Euro. Dafür bekommt man heute schon ein richtiges Auto. Es sind derzeit bereits rund 4.000 REVA-Elektroautos weltweit in Einsatz, davon fahren ca. 1.500 Stück in England, die Insulaner sind aber ohnehin für ihrer Schrulligkeit berüchtigt. Experten gehen davonaus, dass in den nächsten 2-3 Jahren ganz andere Kaliber von Elektroautos serienreif werden.

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jobbik fordert Revision von Trianon

15.06.2009 · Politik

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Jobbik fordert Revision von Trianon

Die Forderung ist nicht so neu, gehört aber im Zusammenhang mit dem Wahlerfolg der Rechtsextremen in Ungarn einmal wieder erwähnt. Trotz aller Anstrengungen der letzten Tage, sich vor den Medien bürgerlich zu gebärden: sind die Jünger Jobbiks unter sich, bricht der ganze Trianesische Weltschmerz in ungehemmt revisionistischer Weise aus ihnen heraus. Anlässlich einer Gedenkveranstlatung zu 89 Jahren Trianon, abgehalten am Sonntag unweit des Budapester Stadtwäldchens, erklärte der neugewählte EU-Abgeordnete des Jobbik, Csanád Szegedi, die Aufhebung der durch den Vertrag von Trianon gezogenen Grenzen als sein vordringlichstes Ziel. Vor rund 500 Sympathisanten und 250 Angehörigen der „Ungarischen Garde“, die wie immer in ihren von ungarischen Nazis, den Pfeilkreuzlern abgeschauten Uniformen aufkreuzten, forderte er sowohl die territoriale Autonomie für das Szeklerland (ein Teil von Siebenbürgen) als auch die Einrichtung eines „unabhängigen Ungarnbezirkes“ in den Transkarpaten, heute Ukraine. Außerdem wolle er für die Abschaffung der Benes-Dekrete kämpfen, wegen derer zigtausende Deutsche und Ungarn aus der Tschechoslowakei vertrieben wurden. Er lädt dazu herzlichst deutsche und österreichische Abgeordnete zum mitkämpfen ein. Vielleicht erklären diese Herrn Szegedi ja, was es mit EU-Beitritt, Freizügigkeit, kultureller Autonomie und Schengen so auf sich hat.

Wort und Totschlag – Was will Jobbik?

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Ungarn für EU-Beitritt Serbiens

15.06.2009 · Politik

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Serbiens EU-Beitritt in Ungarns Interesse

Ungarn unterstützt die Bemühungen Serbiens um einen Beitritt zur Europäischen Union. Das betonte der Stellvertretende Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses beim ungarischen Parlament, József Kozma (MSZP). Damit einher gingen Möglichkeiten der visafreien Ein- und Ausreise. Auch ist die Vojvodina ein Verbindungsstück zwischen Serbien, Ungarn und Europa, und zwar in geographischem wie politischem Sinne, meint Kozma und erinnerte an die Gründung an die Serbischen Allianz der Vojvodina-Ungarn vor 15 Jahren. Diese forderte er auf, ihren Einsatz für die Stärkung ungarischer Instiutionen in der Region aufrecht zu erhalten.

EU-, Aussen- und Nachbarschaftspolitik

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