(c) Pester Lloyd / 3 – 2011 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Audi Ungarn steigerte Motorenproduktion um ein Fünftel
20.01.2011 · Wirtschaft
Audi Hungária, Tochter der deutschen Audi AG, hatte im Jahr 2010 in der Motorproduktion in seinem ungarischen Werk eine Steigerung von 19 % auf über 1,6 Mio. Motoren zu verzeichnen. Die Autoproduktion wuchs um 18,2 % auf insgesamt 38.541 Autos, die in Györ produziert wurden. Die Zahl der seit Bestehen des Werkes hergestellten Autos hatte im November die Halbe-Million-Marke überschritten. Zur Ausweitung der Produktion hat Audi Hungaria Motor im letzten Jahr 16 neue Motoren ins Programm aufgenommen, sowie ein Motorenforschungszentrum eröffnet. Durch eine nochmalige Investition von bis zu 900 Millionen Euro soll die Herstellung ab 2013 auf 125.000 Fahrzeuge im Jahr ausgeweitet werden. Das Werk beschäftigt mittlerweile 6139 Mitarbeiter, 515 mehr als ein Jahr zuvor.
Ungarn ordnet Kontrollen von Schweinefleisch aus Deutschland an
20.01.2011 · Wirtschaft
Ungarn ordnet verbindliche Kontrollen von Schweinefleisch aus Deutschland an
Die ungarische Regierung hat nun auch mit konkreten Schritten auf den Dioxin-Skandal in der deutschen Lebensmittelindustrie reagiert, nachdem zuvor nur von „erhöhter Aufmerksamkeit“ die Rede war . Der ungarische Minister für ländliche Entwicklung, Sándor Fazekas, ordnete am Mittwoch die generelle und verbindliche Prüfung aller Schweinefleischimporte aus Deutschland auf möglichen Dioxingehalt an. Zusätzlich legte er weitere, kurzfristige Restriktionen für frisches und gefrorenes Fleisch, sowie lebende Schweine fest, welche voraussichtlich bis zum 28. Februar gültig sein werden. In den bisher vorgenommenen Laboruntersuchungen konnte keine Kontaminierung nach Ungarn gelieferter Produkte nachgewiesen werden. Trotzdem hat das Ministerium zusammen mit dem ungarischen Erzeugerrat für Vieh und Fleisch, VHT, beschlossen, die landesweiten Kontrollen vorerst weiterhin zu verstärken. Mehr zum Thema:
Private Überschuldung legte in Ungarn 2010 um 26% zu
20.01.2011 · Wirtschaft
Die Zahl der privaten Kreditnehmer, die auf der „schwarzen Liste” der Kreditinstitute aufscheinen, also mindestens 90 Tage mit Raten oder Zinszahlungen im Wert von mehr als einem Minimalgehalt zurückliegen, stieg im Verlauf des Jahres 2010 um mehr als ein Viertel, genau 26 Prozent auf 1.767.000 an. Dies belegen die Daten des zentralen ungarischen Kreditinformationsdienstes BISz. Das bedeutet, dass 17,6% der Gesamtbevölkerung und damit weit mehr als ein Viertel der Menschen im arbeitsfähigen Alter in Zahlungsnot sind.
Zwar verlangsamte sich damit der Anstieg gegenüber 2009 etwas (damals waren es gegenüber 2008 rund 40%), doch bewahrheitet sich hier die Befürchtung der Zentralbank, dass das Tal der privaten Verschuldung nach wie vor nicht durchschritten wurde, hauptsächlich wegen des nach wie vor sehr hohen Anteils an alten Fremdwährungskreidten, vornehmlich in Schweizer Franken, dessen Kurs zum Forint immer neue Rekordstände erklomm. Menschen und Unternehmen, die einmal auf der Liste sind, verbeliben dort wenigstens fünf Jahre, auch wenn sie ihre Schulden mittlerweile beglichen sind. Im Gegensatz zu den Privaten, sank die Zahl der als „verschuldet“ geltenden Unternehmen um einen Prozentpunkt auf 1,38 Mio.
Sanyo eröffnet Produktion von Solarzellen in Ungarn
20.01.2011 · Wirtschaft
Der japanische Elektronikkonzern Sanyo hat in Ungarn die Massenproduktion von Solzarzellen aufgenommen. Das Unternehmen hat dazu in Dorog, unweit von Esztergom ein Werk für 4,5 Milliarden Forint, umgerechnet ca. 16,5 Mio. EUR errichtet. Damit steigt die jährliche Produktionskapazität von Sanyo in Ungarn auf 315MW im Solarbereich, teilte Werksleiter Csaba Horváth mit. In Dorog sind 300 neue Arbeitsplätze entstanden, allein die technologischen Investitionen des neuen Standortes mit 9.000 Quadratmeter machten etwa 3/4 der Gesamtsumme aus. Die EU und in geringerem Umfang auch der ungarische Staat förderten die Investition mit Zuschüsse über 900 Mio Forint (3,3 Mio EUR).
Die Produktion geht fast ausschließlich in den Export, auch diese ungarische Regierung zeigt wenig Interesse an der Förderung erneuerbarer Energien und hat sich bereits auf die Atomkraft als Zukunftsquelle festgelegt .
Sanyo ist bereits seit 1999 in Ungarn aktiv und stellt bzw. stellte hier u.a. schon Klimanlagen, Handys, Batterien und Akkus her. Zu besten Zeiten beschäftigte man fast 1.500 Menschen im Lande, mit dem neuen Werk könnte der Gesatmpersonalstand wieder ca. 1.300 erreichen.
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