(c) Pester Lloyd / 32 – 2015 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Grüne Kennzeichen sollen in Ungarn Elektroautos und Hybride fördern – dauert aber noch
06.08.2015 · Nachrichten
Besitzer von Elektroautos und Hybridfahrzeugen können in Ungarn ab sofort „Grüne Kennzeichen“ für ihre Kfz beantragen und erhalten. Der Preis dafür, sein Auto als umweltfreundlich kenntlich zu machen, beträgt umgerechnet knapp 30 EUR.
Weitere Vergünstigungen für Inhaber der grünen Kennzeichen gibt es bisher noch keine, denn der zuständige Staatssekretär hat die Einführung verschwitzt, während ein anderer Kollege die Kennzeichen-Regelung noch rechtzeitig vor der Sommerpause einbrachte – passiert. Es ist also nicht mehr als ein Statement. Ab November sollen sich Öko-Fahrer dann über einige Förderungen freuen können, darunter: verbilligtes und bevorzugtes Parken, Steuernachlässe, Benutzung von Busspuren, Befreiung von Maut, etc. Da mit den ungarischen Verhältnissen bestens bekannt (weil selbst ein solches) haben die einschlägigen Automobilverbände geraten, bis November zu warten, um zu sehen, ob sich die Anschaffung der grünen Kennzeichen wirklich lohnt.
Unabhängiger Journalismus braucht die Hilfe seiner Leserinnen und Leser!
Bitte unterstützen auch Sie den PESTER LLOYD!
Größte Bäckerei-Kette Ungarns geht in Schweizer Konzernhände
06.08.2015 · Nachrichten
Wer einmal Budapest besucht hat, kennt den Duft der frisch (auf)gebackenen kleinen Blätterteiglinge, der dem Reisenden schon in den Rolltreppenschächten entgegen weht oder sich in Unterführungen mit anderen Alltagsdüften zu mitunter eigenwilligen Melanges vermengt. Wie auch immer, die für diese Produkte bekannte ungarische Firma Fornetti geht jetzt in Schweizer Besitz über. Die Aryzta kauft die Kette von Tiefkühlbackwaren auf. Aryzta ist ein Konzern für „Backspezialitäten“ und weltweit bis nach Südostasien aktiv. Mit dem Erwerb von Fornetti, über den man preisseitig einen Teigdeckel des Schweigens hüllt, will man seine Position in Mittelosteuropa stärken. Fornetti beschäftigt derzeit (noch) 1.300 Menschen und hat 5000 Franchise-Partner in mehreren Ländern, über die täglich knapp 2 Mio. Menschen in Fornetti-Produkte beißen. Weder Name noch Produktpalette scheinen Ungarisch genug zu sein, dass es gegen die Übernahme durch einen „westlichen Multi“, der bekanntlich dazu da ist „Profite aus dem Land zu schleppen“, einen patriotischen Aufschrei gegeben hätte.
Unabhängiger Journalismus braucht die Hilfe seiner Leserinnen und Leser!
Bitte unterstützen auch Sie den PESTER LLOYD!
Unser monatlicher Nachrichtenspiegel: die wichtigsten Meldungen aus Ungarn und Mitteleuropa, einmal im Monat per E-Mail. Kostenlos, kein Spam, jederzeit abbestellbar.
Nachrichtenspiegel kostenlos abonnieren




