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Fidesz-Spielparadies: Casinos in Ungarn verfünffachen Besucherzahlen und Umsätze Dank Automaten“verbot“

(c) Pester Lloyd / 32 – 2015 NACHRICHTEN 07.08.2015

Die Rechnung ging auf. Das Verbot von Geldspielautomaten außerhalb staatlich lizensierter Casinos im Herbst 2012 und die Vergabe von neun neuen Casino-Lizenzen (an Orbán-Intimus und den in den USA wegen Steuervergehen verurteilten Hollywood-Produzenten Vajna sowie einen anderen Fidesz-Günstling) haben die Besucherzahlen der Casinos seit 2011 vervierfachen lassen.

Besuchten 2011 205.000 Menschen ein Casino in Ungarn, wuchs die Zahl 2012 bereits auf 300.000, 2013 explodierte sie auf 639.000, 2014 auf 810.000. Im ersten Halbjahr waren es bereits 606.000, die Millionen-Marke wird als geknackt werden, somit geht – rein statistisch – jeder zehnte Ungar in eine der Fidesz-Spielhöllen bzw. – je nach Interessenslage – Spielparadiese…

Diese Zahlen und die Neuzulassung von Casinos berechtigen den Argwohn der EU gegenüber dem selektiven Geldspielautomatenverbot. Dieser Eingriff in die Dienstleistungsfreiheit und den Besitzstand von Betreibern wurde nämlich mit Spielerschutz und „nationaler Sicherheit“ begründet – wo bei einer Millionen Casino-Besuchern und einer Wachstumsrate von 400% binnen vier Jahren die steuernde Hand des Staates zu finden ist? Natürlich in der eigenen Tasche. Die Umsätze der Casinos stiegen seit 2011 von 33,1 Mrd. Forint, über 44 Mrd. 2012, 100,6 Mrd. 2013 auf 128 Mrd. 2014, 2015 gaben die Zocker bis Ende Juni schon 88,4 Mrd. (rund 284 Mio. EUR) aus.

Rund 20% davon bleiben bei den Besitzern bzw. Betreibern hängen, die eine oder andere Steuererleichterung oder ein Nachlass bei den Lizenzgebühren http://www.pesterlloyd.net/html/1504casinoszerencse.html wegen Renovierungsaufwendungen, erhöhen die Attraktivität des Geschäftes weiter. Vajna gilt, neben Garancsi, Habony, Mészáros und ein paar Namenlosen als einer der Strohmänner für die wirtschaftlichen Interesse des Orbán-Clans. Er erfüllt seine Rolle drehbuchgerecht.

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