(c) Pester Lloyd / 4 – 2010 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Umsatz im Einzelhandel sinkt schnell und dauerhaft
25.01.2010 · Wirtschaft
Umsatz im ungarischen Einzelhandel sinkt schnell und dauerhaft
Die Umsätze im ungarischen Einzelhandel fallen stärker und schneller. Im November um 7.8% im Vergleich zum Vorjahr, im Oktober waren es noch 7,5%, 7,3% im September, 6,6% im Juli. Damit gehen die Verkäufe im Einzelhandel in Ungarn kontinuierlich seit Februar 2007, also nunmehr fast drei Jahren, zurück. Von Januar bis November 2009 wurde somit 5% weniger verkauft als in der gleichen Periode 2008. Der ungarische Einzelhandel setzte im November 617,5 Milliarden Forint um (2,27 Mrd. EUR, nach EU-Norm inkl. Kraftstoffe), im Oktober waren es noch 641 Mrd. Im Lebensmittehandel gingen die Umsätze im November um 6,6% zum Vorjahr zurück, Jan-Nov – 4%. Der Kraftstoffumsatz sank nur um 1,5%, von Jan-Nov blieb er sogar gleich, was aber nur den stark erhöten Preisen zuzuschreiben ist, die Mengen gingen um ca. 10% zurück. Autos und Autozubehör, die nicht Teil der Einzelhandelsstatistik sind, verloren über 46% im November.
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Stromhändler verdienten 2009 prächtig
25.01.2010 · Wirtschaft
Ungarische
Einen beachtlichen Profitzuwachs von 14,5% können die großen Energiekonzerne, ihre Distributeure und Energiehändler für die ersten drei Quartale 2009 verzeichnen. Die Branche erreichte einen Vorsteuergewinn von fast 177 Milliarden Forint (ca. 650 Mio EUR), was 14,5% mehr sind als im gleichen Zeitraum 2008. Das teilt die staatliche Ungarische Energieagentur mit. Interessanterweise haben die Anbieter für Endkunden, also Privathaushalte und Kleinbetriebe einen Verlust von 7,4 Mrd. HUF hinnehmen müssen (2008 1 Mrd.), die Händler hingegen – oft Tochtergesellschaften bzw. in der Interessenssphäre der Erzeuger – sammelten gigantische 81% mehr Profit ein, insgesamt 56,6 Mrd. Forint. Der überwiegend staatseigene Stromkonzern MVM (Ungarische Elektrizitätswerke) schaffte ein Plus von 51% auf 41,8 Mrd. Forint von Januar bis September 2009. Hingegen musste Mavir, die vor allem in der Stromübertragung tätig sind Gewinnrückgänge von 27% hinnehmen. Im November kostete die Kilowattstunde Strom in Ungarn die Händler bei den Kraftwerken rund 10 Forint (3,7 Cent), der durchschnittliche Konsumentenpreis lag bei 25 Forint (9,2 Cent). In Wien kostet eine Kilowattstunde derzeit 22 Cent.
Viele können Ihre Energierechnungen nicht mehr bezahlen (Aug 2009)
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Polizei verhaftet Ex-Direktor der BKV
26.01.2010 · Nachrichten
Polizei verhaftet Ex-Direktor der BKV
Die Budapester Polizei kontrollierte am Dienstagmorgen die Zentrale der Budapester Verkehrsbetriebe BKV. Ein Sprecher teilte mit, dass dies Teil der Ermittlungen im Zusammenhang mit zu Unrecht gezahlten Abfindungen und Lohnfortzahlungen sowie anderer illegaler Finanzströme sei. Polizisten kontrollierten u.a. am Eingang die Personalien der Personen, die das Gebäude betraten und stellten fest, ob diese überhaupt das Recht zum Betreten der Räumlichkeiten haben. Bei Bürodurchsuchungen wurde nach Beraterverträgen und sonstigen suspekten Unterlagen gefahndet.
Im Zentrum der Ermittlungen stehen die Tätigkeiten des ehemaligen Vorstands für Straßenbahn und Busse der BKV, Attila Antal, der am Abend wegen des Verdachts auf Betrug und Untreue verhaftet wurde.
Hintergründe zur BKV (Streik, Skandale, Staatshilfen ):
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Ex-Premier Boross tritt aus MDF aus
26.01.2010 · Nachrichten
Ungarischer
Der ehemalige Ministerpräsident Péter Boross hat am Montag seine Partei, das Ungarische Demokratische Forum (MDF) verlassen. Er habe den Vorstand in einem persönlichen Brief über seine Beweggründe infromiert, wolle dieser aber nicht weiter in der Öffentlichkeit ausbreiten. Der Schritt kam nicht ganz überraschend, schon im Sommer war von einem „Bruch“ des Altgedienten mit dem neuen Kurs der Partei die Rede. Péter Boross trat 1992 dem MDF bei und wurde bereits 1993 ihr Vizechef. Er nahm von Dezember 1993 bis Juli 1994 interimistisch die Funktion des Ministerpräsidenten wahr, nach dem József Antall verstorben war. Boross gilt als Anhänger einer christlich-demokratischen-konservativen Linie, die das MDF zu einer Art Zentrumspartei machte. In letzter Zeit sind beim MDF, auch umfragebedingt, Tendenzen zu beobachten, die das parlamentarische Überleben, also kurzfrsitige Stimmenerfolge vor eine langfristige politische Strategie stellen. Für Aufsehen sorgt das derzeitig verhandelte Wahlbündnis mit dem liberalen SZDSZ. Mehr dazu
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Ungarn eröffnete zweites Bürogebäude in Brüssel
26.01.2010 · Nachrichten
Der ungarische Außenminister, Péter Balázs, hat am Montag in Brüssel ein neues Bürogebäude als Repräsentanz des Landes bei der EU eingeweiht. Damit verfügt Ungarn nunmehr über zwei Gebäude in der belgischen Hauptstadt. Der Außenminister begründete den für das Land nicht presiwerten Schritt, mit der „wachsenden Bedeutung“ der EU für Ungarn, das alte Gebäude sei schlicht zu klein geworden. Außerdem werde Anfang 2011, wenn Ungarn erstmals die EU-Ratspräsidentschaft inne haben werde, die Zahl der Diplomaten und Bürokraten vor Ort spunghaft von derzeit rund 50 auf dann über 200 anwachsen.
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Germanwings fliegt ab April Hannover – Budapest
26.01.2010 · Wirtschaft
Ab Ende April bietet die Low-Budget-Airline Germanwings viermal pro Woche einen Flug Hannover-Budapest und zurück an. Damit baut die Fluggesellschaft ihre Angebote ab Hannover-Langenhagen massiv aus. Von dort werden auch Stuttgart, London-Stansted, Wien, Mailand, Moskau, Palma de Mallorca, Rom, Barcelona, Split, Zagreb, Bastia, Dubrovnik, Heraklion und Zadar angeflogen. Die Flüge nach Budapest-Ferihegy gehen am Sonntags, Montag, Mittwoch und Freitag, jeweils am Abend. Von Budapest wird kurz nach 22.00 Uhr gestartet. Germanwings bietet von Budapest aus bereits Verbindungen nach Stuttgart und Köln/Bonn und beziffert die Auslastung ihrer Ungarnflüge mit guten 80%.
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