(c) Pester Lloyd / 4 – 2010 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Vertrag über Ausbau der Autobahn in der Slowakei unterzeichnet
25.01.2010 · Wirtschaft
Der slowakische Verkehrsminister Lubomir Vazny und das Siegerkonsortium um die Hochtief PPP Solutions GmbH (dazu Alpine Bau GmbH, FCC Construcción S.A. und eine „Western Carpathians Motorway Investors Company“) unterzeichneten vergangenen Freitag den Vertrag über den Ausbau der D1 – Autobahn in der Slowakei. Das Projekt wird mit rund 2 Milliarden EUR Investitionskosten veranschlagt und im Rahmen eines sogenannten PPP-PRojektes (Public Private Partnership) abgewickelt. Es umfasst den Bau der Autobahnteilstücke Hricovske Podhradie-Lietavska Lucka, Lietavska Lucka-Visnove, Visnove-Dubna Skala in der Region Zilina sowie die Betreiberrechte der Autobahn durch das Konsortium für insgesamt 33,25 Jahre. Die Bauarbeiten sollen ca. 2014 abgeschlossen sein. Das Konsortium kümmert sich selbst um die Finanzierung und erhält dafür die entsprechenden Betreiberrechte. Die Abwicklung des Vertrages war kurzzeitig ins Stocken graten, weil die Finanzierung seitens der Europäischen Investitionsbank, die rund die Hälfte der Investition finanzieren soll, geklärt werden musste.
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KMU sollen auf Export getrimmt werden
25.01.2010 · Wirtschaft
KMU in Ungarn sollen auf Export getrimmt werden
Umgerechnet 150 bis 200 Mio EUR will das ungarische Wirtschaftsministerium in diesem Jahr für Kleinbetriebe und mittelständische Unternehmen (KMU) locker machen. Das kündigte Wirtschaftsminister István Varga letzte Woche in Budapest an. Im Krisenjahr 2009 hat man den KMU Zuschüsse von rund 1% des BIP zugeführt, konnte aber dennoch nicht verhindern, dass 88% der Betriebe Umsatzeinbußen hinnehmen mussten und 140.000 Leute entlassen wurden. Mit den Geldern sollen in diesem Jahr vor allem Forschung & Entwicklung, Schaffung von Arbeitsplätzen und – an erster Stelle – innovative Exportkonzepte gefördert werden. „Da es auch in diesem Jahr keine Hoffnung auf eine Belebung des Binnenmarktes in Ungarn gibt, versichen wir die KMU auf internationale Expansion zu orientieren, mit Hilfe unserer Regionalprogramme und anderem,“ sagte Varga. Während der KMU-Bereich in Ungarn mit 1,7 Millionen 65% der Beschäftigten des Landes stellt und 55% des BIP erwirtschaftet, machte sein Anteil an der Exportleistung 2008 nur 28% aus.
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MÁV wegen GSM-Tender bestraft
25.01.2010 · Wirtschaft
Ungarische Bahn wegen GSM-Tender bestraft
Das Aufsichtsamt für Öffentliche Ausschreibungen hat die ungarische Bahn, MÁV mit einer Strafe von 3 Mio Forint (ca. 11.000 EUR) belegt, weil sie einen Tender über die Implementierung von Mobilkommunikation zu Unrecht für ungültig erklärt hat. Es gab zwar laut der Kontrollbehörde nur ein einziges gültiges Gebot, dieses hätte aber, gemäß den Normen für die öffentliche Beschaffung berücksichtigt werden müsssen. Stattdessen zog die MÁV die Ausschreibung zurück und stellte eine Wiederholung zu einem späteren Zeitpunkt in Aussicht.
Bei dem Projekt geht es um die Beschaffung, Installation und den Betrieb eines GSM-Systems für die Bahn über zumindest sechs Jahre, das mit insgesamt rund 56,1 Milliarden Forint, ca. 20,6 Mio EUR, dotiert ist, der mit Abstand größte Teil der Kosten wird aus EU- und Staatshaushaltsquellen gespeist. Nach der ersten Runde bestanden Nokia Siemens sowie Kapsch – Nortel, doch in der zweiten Runde gab nur Nokia Siemens ein gültiges Gebot ab, das von der MÁV dann als ungültig bezeichnet wurde.
Die Aufsichtsbehörde verwarf die von der MÁV angeführten Gründe dafür. Einer bezog sich auf den Startzeitpunkt des Systems, der andere darauf, dass das System angeblich nicht in der Lage sei mindestens 200 Gespräche gleichzeitig aufzuzeichnen…
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AGRO + Garten- und Weinmesse in Budapest
25.01.2010 · Wirtschaft
Vom 27. bis 30. Januar finden auf dem Messegelände der Hungexpo zeitgleich drei Messen statt. Zum einen die 28. AGRO + MASHEXPO, eine internationale Messe für Landwirtschaft und Agrarmaschinen, zweitens die Gartenmesse und zum Ditten VITICULTURE & VINICULTURE, die sich mit Weinanbau und Weinausbau beschäftigt und die wichtigste Fachmesse ihrer Art für Ungarn ist. Rund 20.000 Besucher werden erwartet, der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr neben den Herstellern von Technologien für den Weinbau vor allem auf den Winzern, denen über eine Interessensvereinigung der ungarischen Weinanbaugebiete der Zugang zur Messe erleichtert wurde. Ein wachsendes Betätigungsfeld findet auch der Garten- und Landschaftsbau in Ungarn. Die Gartenmesse bietet das ganze Sortiment von Werkzeugen, Technologien, Zubehör und Ausstattung für den kleinen wie großen Garten.
Alle Infos: www.hungexpo.hu
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Omninvest expandiert nach Usbekistan
25.01.2010 · Wirtschaft
Ungarischer Impfstoff – Produzent
Der umstrittene Hersteller des ungarischen Impfstoffes gegen den H1N1-Virus, Omninvest, wird demnächst ein neues Werk in Usbekistan errichten. Der Vertrag über eine Investition von rund 100 Millionen US-Dollar wurde vom „usbekischen Präsidenten“ genehmigt, wie es hieß. Omninvest ist mit der Staatsfirma Uzfarmprom bereits seit letzten Herbst in Kooperation und will bis 2013 in Usbekistan eine Fabrik für Impfstoffe herstellen, bereits im Sommer 2012 sollen die ersten Produktionslinien anlaufen, 70% der Produktion soll später in den Export gehen. Für die Investition der Ungarn erhält die Omninvest Asia eine fünfjährige Zoll- und Steuerbefreiung, meldet MTI. Die von der Nachrichtenagentur gemachten Angaben wollte das Unternehmen nicht kommentieren, die Sache ist in sofern heikel, da es in Ungarn den Verdacht gibt, das hinter dem exklusiven Lieferanten für den Schweinegrippe-Impfstoff mit der Politik verwickelte Personen stehen. Die Besitzerstruktur von Omninvest war bereits Thema einer parlamentarischen Anhörung.
Mehr zum Thema H1N1-Impfungen in Ungarn etc.
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Porsche Hungária hält Marktanteile
25.01.2010 · Wirtschaft
Porsche Hungária halbierte Fahrzeugverkäufe
Porsche Hungária, einer der größten ungarischen Autoimporteure, konnte im Krisenjahr 2009 lediglich halb so viele Neuwagen verkaufen wie im Jahr zuvor. Der Rückgang liegt im Markttrend. Die Geschäftszahlen für 2009 weisen 17.384 Fahrzeuge aus, 2008 waren es noch knapp über 35.000. Den Marktanteil im PkW-Bereich von 20% konnte man jedoch halten, bei gewerblichen Fahrzeugen liegt er nach Firmenangaben bei 15,6%. Porsche Hungária ist Importeur und größter Händler für die Marken des VW-Konzerns, Audi (1,150 Stück in 2009 verkauft), Skoda (5,361), Seat (2,235), VW (7,059) und handelt über Porsche Inter-Auto auch die namhaften Sportwagen. Die Gebrauchtwagentochter von Porsche Hungária, Weltauto, verkaufte 2009 7010 Fahrzeuge, im Jahr zuvor waren es noch 12.000.
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