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Kurzmeldungen aus Ungarn — KW 47/2009 (II)

(c) Pester Lloyd / 47 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.

Wirtschaftsminister Türkei – Ungarn trafen sich

17.11.2009 · Nachrichten

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Wirtschaftsminister Türkei – Ungarn trafen sich

István Varga, ungarischer Minister für Wirtschaft und Entwicklung traf sich am Montag mit seinem türkischen Amtskollegen Nihat Ergun zu Gesprächen in Budapest. Beide vereinbarten die EInrichtung einer Industrie-Arbeitsgruppe innerhalb des gemeinsamen ungarisch-türkischen Wirtschaftskommitees, um den bilateralen Wirtschaftsaustausch zu beschleunigen. Varga bestätigte, dass es im Handel mit der Türkei „einen zeitweisen Rückschritt“ gegeben habe, man hoffe aber, das Vorkrisenniveau von ca. 2 Milliarden USD bald wieder zu erreichen. Der Gast aus der Türkei meinte, dass Unternehmen aus Ungarn und aus seinem Land auch gut gemeinsam an Projekten in Drittländern arbeiten könnten (Stichwort MOL im Irak), auch darüber habe man heute gesprochen, so Ergun.

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Deutsche unter Mordverdacht in Ungarn verhaftet

18.11.2009 · Nachrichten

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Deutsche unter Mordverdacht in Ungarn verhaftet

Über eine Woche war eine in Ungarn lebende 69jährige Deutsche als vermisst gemeldet. Am Montagabend fand die Polizei nun ihre in der Erde vergrabene Leiche auf einem Grundstück unweit des südungarischen Mohács. Gleichzeitig nahmen die Behörden drei deutsche Landsleute unter dringendem Tatverdacht fest, zwei Männer im Alter von 38 und 42 Jahren sowie eine 23jährige Frau. Die Polizei verhaftete am Dienstag im südungarischen Tompa außerdem einen 29jährigen Ungarn, der des dreifachen Mordes auf einem Landgut verdächtigt wird. Der Mann stammt aus Kelebia und soll vor zwei Wochen einen 65jährigen Mann, dessen Frau sowie die 41jährige Tochter ermordet haben.

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BorsodChem braucht weiteren Zahlungsaufschub

18.11.2009 · Wirtschaft

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BorsodChem braucht weiteren Zahlungsaufschub von Ungarn

Die finanziellen Schwierigkeiten von einem der größten Chemiebetriebe Ungarns, der börsennotierten BorsodChem, spitzen sich zu. Das Management unter Führung des Ex-BASF-Managers Wolfgang Büchele bat jetzt die staatliche Ungarische Entwicklungsbank um einen weiteren Zahlungsaufschub für fällige Kreditraten bis zum Januar. Dies sei eine Grundvoraussetzung, um sich mit allen anderen Gläubigern auf einen neuen Finanzierungsrahmen einigen zu können. Insgesamt hat das Unternehmen Außenstände von rund 1 Milliarde EUR bei fast 60 Banken und anderen Kreditgebern.

Am schwersten wiegen dabei einige mittelfristige Verbindlichkeiten, die mit 19% der Aktien besichert sind. Diese Sicherheiten hatte kürzlich ein chinesischer Konkurrent, der von BorsodChem und deren Eigentümer, dem Finanzinvestor Permira, als feindlich eingestuft wird, übernommen. Um die feindliche Übernahme durch Wanhua abzuwehren, braucht BorsodChem letztlich mehr Luft, weshalb man nun den ungarischen Staat wiederum um Hilfe bitten musste. Die Geschäftsentwicklung in den Kernsegmenten bei BorsodChem sei im dritten Quartal sehr erfreulich gewesen, meinte Büchele.

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Szentgotthárd beschwert sich bei der UNO

18.11.2009 · Politik

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Szentgotthárd beschwert sich bei der UNO

Die ungarische Stadt Szentgotthárd hat sich jetzt bei der UNO über die geplante Errichtung einer Müllverbrennungsanlage im benachbarten Heiligenkreuz, Österreich, beschwert. Die Anlage soll 2011 in Betrieb gehen. Szentgotthárd argumentiert, dass der Anblick und die Belastung durch den Zubringerverkehr für die Anlage negative Auswirkungen auf den Thermaltourismus der Stadt und des Umlandes haben wird. Deshalb habe man sich in Genf bei der Aarhus-Kommission, einer UNO-Behörde, die als Schlichtungsstelle in Fragen des Völkerrechts fungiert, beschwert. Die Aarhus-Konvention regelt seit 2001 den freien Zugang zu Informationen über die Umwelt sowie die Beteiligung der Öffentlichkeit an umweltpolitischen Entscheidungen, auch über Grenzen hinweg und die Möglichkeit, vor Gericht zu gehen. Greenpeace weist daraufhin, dass eine Empfehlung der Kommission durchaus Einfluss auf ein Urteil vor einem internationalen Gericht haben kann. Die Beschwerde wurde in Genf bereits zugelassen, auch in Österreich ist der Fall beim Umweltsenat anhängig.

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Nur noch 2,67 Mio mit Vollzeitjob

18.11.2009 · Wirtschaft

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Nur noch 2,67 Mio Ungarn mit Vollzeitjob

Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten in privatwirtschaftlichen Unternehmen mit mehr als fünf Mitarbeitern stieg im September zum ersten Mal in diesem Jahr wieder. Im öffentlichen Dienst stieg die Zahl der festen Mitarbeiter bereits seit drei Monaten, teilt das Statistische Zentralamt in Budapest mit. Der Nettozuwachs an Vollzeitkräften in der Privatwirtschaft betrug danach 9.700 Personen, im August war es noch ein Minus von 5.300. Seit dem September 2008 reduzierte sich jedoch die Zahl der Vollzeitbeschäftigten in der Privatwirtschaft Ungarns um fast 144.000 auf nur noch etwas über 1,8 Millionen. Öffentlich Angestellte gab es Ende September 774.000, immerhin fast 7% bzw. 49.000 mehr als noch vor einem Jahr. Grund für dieses „antizyklische“ Wachstum sind die vielen Arbeitsbeschaffungs- und Konjunkturprogramme, die aus dem Staatshaushalt bezahlt werden. Beide Arbeitsmärkte zusammen genommen, waren in Ungarn Ende September 2,67 Mio. Menschen Vollzeit beschäftigt, -3,3% bzw. -91.600 zum Vorjahr.

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Ernennung von Ehrenbürgern – mit Eklat

19.11.2009 · Budapest

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Ernennung von Ehrenbürgern in Budapest – mit Eklat

Am Dienstag ernannte der Oberbürgermeister von Budapest zehn Personen zu Ehrenbürgern der Stadt. Darunter sind viele heimische, aber auch internationale Berümtheiten, u.a. der Schriftsteller Péter Esterházy, der Dirigent und Generalmusikdirektor der Staatsoper, Ádám Fischer, der Historiker Ferenc Glatz sowie weitere Vertreter der Wissenschaften, Architektur und von gesellschaftlichen Organisationen. Auch Gyula Grosics, die heute 83jährige Towartlegende des „Goldenen Teams“ der 50er Jahre, erhielt die höchste Auszeichnung, die eine Stadt zu vergeben hat. Grosics gab die Ehrung aber umgehend zurück, mit der Begründung, dass er die einzige Person „aus dem rechten politischen Spektrum“ unter den Geehrten sei, was er nicht akzeptieren könne.

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