(c) Pester Lloyd / 48 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Parmigianino – Zeichnungen und Drucke im Museum der Schönen Künste Budapest
24.11.2009 · Kultur
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Parmigianino – Zeichnungen und Drucke im Museum der Schönen Künste Budapest
Alles hat Grazie bei Parmigianino, Eleganz der Gesten, Maßheit der Mittel, Perfektion des Stils. Das war vielen irgendwann zuviel Feinheit, Parmigianino musste lange als talentiertetes Weichei der Kunstgeschichte auf seine Wiederentdeckung warten. Seine unisexuellen Modelle sind heute wieder en vogue und mittlerweile ist seine universelle Fertigkeit und sein Schönheitsspürsinn allgemein er- und anerkannt. Das Museum der Schönen Künste bedauert es schon, nicht ein einziges Gemälde dieses Renaissanceprinzen sein eigen zu nennen. Dafür hat man aber eine umfangreiche Sammlung von Zeichnungen und Drucken, kein schlechter Trost. 20 eigenhändige Zeichnungen des Meisters lagern in Budapest, gespannt über alle Perioden seines Schaffens. Parmigianino war einer der ersten, der mit Ätztechniken expermimentierte. Die Ergebnisse seiner vielen Versuche werden anhand von 50 repräsentativen Blättern, nebst Erläuterungen und Werken von Schülern und meisterhaften Anhängern, präsentiert. Budapest verlieh Parmigianino aus Anlaß dieser Schau den Titel „Alchemist der Schönheit“ – und trifft damit genau. 1. Dezember 2009 bis 15. März 2010
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Europlakat und A Plakat verkauft
24.11.2009 · Wirtschaft
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Affichage verkauft Ungarn-Beteiligungen
Das Schweizer Unternehmen Affichage, spezialisiert auf Außenwerbung, hat seine ungarischen Beteiligungen, Europlakat und A Plakat verkauft. Man reagiere mit dem Schritt auf „den massiven Rückgang der Werbeausgaben sowie den harten Preiskampf in Ungarn.“ Danach bleibt im Firmenportefeuille der in Genf ansässigen Holding lediglich die Firma Neonlight als Link nach Ungarn. Auch in der Schweiz musste sich Affichage stark restrukturieren und avisiert für das laufende Geschäftsjahr ein negatives Ergebnis. Im ersten Halbjahr hatte Affichage einen Gewinneinbruch um gut 60 Prozent auf 5,9 Mio. Fr. verbucht. Die Umsätze sanken um 22,5 Prozent auf 172,6 Mio. Franken.
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Neues VW-Werk in Bratislava
24.11.2009 · Osteuropa
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Neues VW-Werk in Bratislava
Am Montag begannen mit einer feierlichen Grundsteinlegung die Arbeiten am neuen Werk der Volkswagen AG in Bratilsava. Dort sollen in wenigen Jahren schwerpunktmäßig die Fahrzeuge der „New Small Family“ hergestellt werden, einer Produktlinie, die mit innovativen Kleinwagen die Markposition von Europas größtem Autobauer absichern soll. Am Festakt der Grundsteinlegung nahm auch der Ministerpräsident des Landes, Robert Fico teil. Die Entscheidung über die Produktion einer neuen Modellreihe der Volkswagen-Gruppe unter der Bezeichnung New Small Family und die Festlegung deren Fertigungsstandortes im Bratislavaer Volkswagen-Werk gab die Konzernführung im April bekannt. Das geschätzte Investitionsvolumen wird 308 Millionen Euro betragen. Die Produktionskapazität des Werks wird durch die Einführung dieser Reihe auf 400.000 Pkws im Jahr ansteigen. Die Fahzeugindustrie ist der wichtigste Wirtschaftszweig der Slowakei, was das Land jedoch auch von den in dieser Branche besonders heftigen zyklischen Krisen abhängig macht.
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Wizz Air verzichtet auf Bratislava
24.11.2009 · Wirtschaft
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Wizz Air verzichtet auf Bratislava
Wizz Air wird nicht die frei gewordene Marktposition der untergegangen Sky Europa in der Slowakei einnehmen. Gespräche von Vertretern der größten Billigairline in Ostmitteleuropa mit dem Management des Airport Bratislava über die Einrichtung eines sogenannten Hub für WizzAir am Flughafen M. R. Štefánik sind nun endgültig gescheitert. Der Vizepräsident des Low cost carriers sagte „Wir sind enttäuscht, aber es war nicht möglich ein Abkommen mit dem Airport zu erreichen.“ Damit wird nicht nur der geplante Ausbau von Bratislava, neben Budapest und Krakow als dritte Drehscheibe abgesagt, sondern WizzAir wird sich ab kommendem Jahr mit der Streichung der Linie Bratislava-Rom ganz aus der Slowakei zurückziehen. Beide Verhandlungspartner beschuldigten sich gegenseitig, das Scheitern provoziert zu haben. Streitpunkte waren u.a.: die Abfertigungskosten, die Berechnung der Gebühren anhand der Passagierzahlen, die Kosten für die Eindämmung von Vogelschlag, der Gerichtssitz für Streitigkeiten.
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Arbeitslosigkeit in Ungarn steigt weiter
27.11.2009 · Nachrichten
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Arbeitslosigkeit in Ungarn steigt weiter
Die durchschnittliche Arbeitslosigkeit in Ungarn betrug von August bis Oktober 10,4% und damit ein Zehntelprozentpunkt mehr als in Juli bis September. Ein neuer 13-Jahres-Rekord. Im vorigen Jahr lag die Quote bei 7,7%. Nach harmonisierter Eurostat-Methode liegt die Arbeitslosigkeit bei 9,7%. Die durchschnittliche Zahl der offiziell als arbeitslos anerkannten Menschen betrug in dem dreimonatigen Zeitraum 439.500, zuvor 436.200, vor einem Jahr waren es 327.900. In regulärer Beschäftigung waren in der Altersgruppe der 15-74jährigen 3,788 Millionen Menschen, vor einem Jahr noch 3,916 Mio. Die Beschäftigungsrate bleibt damit bei knapp unter 55%. Die Rate der Jugendarbeitslosigkeit (15-24jährige) ist extrem hoch mit 27,7%. Die Daten veröffentliche das Statistische Zentralamt in Budapest.
Weitere makroökonomische Daten und Prognosen
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Staat kauft Malév-Anteile gegen Schulden
27.11.2009 · Wirtschaft
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Ungarischer Staat kauft Malév-Anteile gegen Schulden
Wie bereits gemeldet, plant die ungarische Regierung notgedrungen eine Wiederbeteiligung an der 2006 privatisierten Fluglinie Malév. Für einen Schuldennachlass von rund 19 Milliarden Forint (rund 70 Mio EUR) wird die staatliche Vermögensverwaltung einen Minderheitsanteil an der Malév von der AirBridge (einem russischen Konsortium unter Kontrolle der staatlichen VEB-Bank) für eine Übergangsphase übernehmen. Experten rechnen dadurch allerdings mit Ärger bei der EU-Wettbewerbsaufsicht, die in dieser Maßnahme eine versteckte Beihilfe sehen kann, wenn kein klares Ausstiegsszenario vorliegt. Außerdem müsse der Wert der Fluggesellschaft exakt berechnet werden, um herauszufinden, ob die Beteiligung proportional erfolgt und so ein adäquater Exit überhaupt möglich wird.
Zurück in die Zukunft?
Die Malév steht vor ihrer erneuten Verstaatlichung
Der ungarische Staat könnte bald wieder Eigentümer der Fluglinie Malév werden, die er 2006 privatisiert hatte. Diese eigentlich absurde Entwicklung ist das Ergebnis, das Finanzminister Péter Oszkó von den Verhandlungen in Moskau mitgebracht hat. Man könne sich vorstellen, „einige der Finanzierungsgarantien in Anteile“ umzuwandeln, sagte der Minister bei seiner Rückkehr aus Russland. ZUM BEITRAG
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