(c) Pester Lloyd / 6 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Staatsgarantien für arbeitslose Häuslebauer bis zu zwei Jahre
07.02.2009 · Wirtschaft
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Staatsgarantien für Wohnungskredite
Die ungarische Regierung beschloß vergangene Woche ein Garantieprogramm für arbeitslos gewordene Häuslebauer. Konkret könnte die Staatsgarantie den Notleidenden einen bis zu zwei Jahre andauernden Aufschub bei der Rückzahlung bringen. Zugleich können aufgrund der Staatshaftung Banken nun generöser mit den Rückzahlungsmodaliäten bei solch existenzbedrohenden Darlehen umgehen. In Frage für die Hilfe kommen Immobilienkredite für Wohneigentum, dass vom Inhaber selbst genutzt wird und welche vor dem 1. September 2008 ausgereicht wurden. Ähnliches gilt für die prekären Fremdwährungskredite. Diese sollen im Rahmen dieses Garantieprogrammes in Forint gebührenfrei umgewandelt werden. 60% aller Häuslebauerkredite in Ungarn sind solche hochspekulativen Fremdwährungskredite, die sich durch die starken Wechselkursschwankungen teilweise um bis zu 50% verteuert haben. In Ungarn sind derzeit 7,3 Mrd EUR an Wohnbaukrediten unterwegs, das entspricht immerhin 9% des BIP.
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Industrieproduktion in Ungarn bricht um 23,3% im Jahresvergleich ein
07.02.2009 · Wirtschaft
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Rückkehr zum Agrarland?
Ungarn produziert fast ein Viertel weniger als im Vorjahr
Es war zwar abzusehen, dass der massive Abbau von Arbeitsplätzen zwangsläufig auf einen Rückgang der Produktion hinweist, die nackten Dezemberzahlen sind dann aber doch schockierend. Nach vorläufigen Zahlen des statistischen Amtes ging die Industrieproduktion in Ungarn innerhalb eines Monats um 14,6% zurück. Unter Einbeziehung von Saisoneffekten und umgelegt auf die tatsächlich geleisteten Arbeitstage beträgt der Einbruch im Vergleich zum Vorjahr sogar 23,3%.
Damit halten die Ungarn wieder einen regionalen Rekord, denn derart bergab ging es nicht einmal in der Automonokultur Slowakei. Dabei sind die Einschränkungen auf Grund der Gaskrise vom Januar noch nicht einmal enthalten. Zwar hatten schon im Dezember einige Unternehmen Kurzarbeit und verlängerte Weihnachtsferien annonciert, doch nun ist die 4-Tage-Woche schon fast flächendeckend im Industriesektor eingeführt. Analysten sehen daher auch die Prognose von 3% BIP-Schrumpfung für 2009 als ein eher optimistisches Szenario. Das Wort Kollaps hört man öfter. Ein Rückgang der Produktion von 25% im Jahresvergleich wird für die nächsten Monate als völlig realistisch angesehen – und zwar nicht allen für Ungarn, sondern die gesamte CEE/SEE-Region. Der Industriesektor ist mit rund 30% am BIP Ungarns beteiligt.
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