(c) Pester Lloyd / 9 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Ausländer verschwinden vom Wohnungsmarkt in Ungarn
23.02.2009 · Wirtschaft
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Ausländer verschwinden vom Wohnungsmarkt in Ungarn
Der Bau von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern in Ungarn ist im Jahre 2008 insgesamt um 40% eingebrochen. Hinzu kommt nun eine massive Zurückhaltung von Investoren, die sich bisher in Wohneigentum als Geldanlage engagierten. Dadurch ergibt sich ein Angebotsüberschuss auf dem Markt für hochwertige Wohnungen, die Preise sacken weiter. Auch die Entwickler der in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden schiessenden Wohnparks bekommen Probleme und melden, dass ca. jeder zweite Kunde bereits einen Rückzieher gemacht habe, vor allem die Ausländer ziehen sich praktisch komplett vom Markt zurück. In diesem Zusammenhang wird vom Verband der Wohneigentümer und Häuslebauer ganz massiv das von der Regierung geplante Sonderkonjunkturprogramm für die Bauwirtschaft in Höhe von 1,8 Billionen HUF (rund 6 Mrd. EUR) kritisiert. Dort würden zwar Schulen, Straßen und Krankenhäuser genannt, jedoch keine einzige Maßnahme die den Bau von Einfamilienhäusern begünstige. Daher forderte man drt Nachbesserungen, um auch Wohneigentum weiter mögich zu machen.
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Chefs von Märklin Ungarn entlassen
24.02.2009 · Wirtschaft
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Märklin entläßt Chefs der Tochter in Ungarn
Karlheinz Menrad, der Geschäftsführer der ungarischen Tochter von Märklin, ist, laut Angaben des „Handelsblatt“, entlassen worden. Dies bestätigte das Büro des Insolvenzverwalters Michael Pluta. Zu den Gründen nahm Pluta keine Stellung. Menrad hatte allerdings kurz vor der Insolvenz des Modellbahnherstellers mehr als 100.000 Euro an die Märklin-Dachgesellschaft Adler Toy überweisen lassen, wo er ebenfalls Geschäftsführer war.
Menrad war für eine Erklärung nicht zu erreichen. Neben ihm musste auch Hans Reyher gehen, der die Finanzbuchhaltung in Göppingen leitete. Reyher gab gegenüber dem Handelsblatt an, er habe ein reines Gewissen und werde gegen die Kündigung klagen. Sowohl Reyher als auch Menrad waren seit Jahrzehnten bei Märklin angestellt.
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Spar legt auch in Ungarn kräftig zu
24.02.2009 · Wirtschaft
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Handelskette Spar legt in Ungarn enorm zu
Die Spar Österreich-Gruppe erzielte 2008 im In- und Ausland einen Umsatz von 9,5 Mrd. Euro, rund 10,3 Prozent mehr als 2007. Ein deutlicher Trend nach oben zeichnet sich auch bei den Bio-Produkten ab. Der Umsatzzuwachs mit den 550 Spar Natur pur Bio- Produkten lag 2008 in Österreich bei 27 Prozent.
Bemerkbar gemacht haben sich dabei auch die seit Beginn des Jahres 2008 geltenden verlängerten Öffnungszeiten. Ein weiterer Teil der Umsatzsteigerungen sei aus der Expansion gekommen: Rund 20 neue Spar-Standorte wurden eröffnet, über 30 modernisiert und erweitert.
Ende 2008 hatte Spar in Österreich 650 Filialstandorte, davon 458 Spar-Supermärkte, 142 Eurospar-Märkte (inkl. 13 Bistros) und 50 Spar-Gourmet-Märkte. Die Anzahl der selbstständigen Spar-Kaufleute wuchs von 697 (2007) auf 704 (2008).
Aber auch in den Nachbarländern Italien, Slowenien, Tschechien, Kroatien und Ungarn war das Geschäftsjahr 2008 von einer enormen Expansion geprägt: Sechs neue Interspar- Hypermärkte wurden eröffnet, 267 Supermärkte kamen hinzu – davon allein 177 Plus-Märkte in Ungarn. Insgesamt erwirtschaftete Spar im Ausland 4,29 Mrd. Euro und betreibt dort 996 Spar- und Eurospar-Märkte, darunter Kaiser’s und Plus in Ungarn. Hierzulande hatte Spar im Juli des vergangenen Jahres die erwähnten 177 Plus-Märkte übernommen. Der Gesamtumsatz kletterte 2008 auf 1,4 Mrd. Euro, was einem Umsatzsprung von 31,5 Prozent entspricht. Insgesamt betreibt Spar-Ungarn 391 Standorte, davon 185 Spar-Supermärkte, 177 Plus-Märkte und 29 Interspar-Hypermärkte.
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Magyar Telekom bringt Quartalszahlen
24.02.2009 · Wirtschaft
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Magyar Telekom präsentierte Quartalszahlen
Das durch historische Tiefstsände gebeutelte Schwergewicht der ungarischen Börse, Magyar Telekom, legte gestern Quartalszahlen vor, die einen kleinen Nettogweinn von ca. 31 Mio EUR ausweisen (9,38 Mrd. HUF). Auf das Gesamtjahr gerechnet ergibt sich ein Nettogewinn von 93 Mrd HUF (312 Mio EUR, +54,6%). Das EBITDA stieg, bereinigt um Einmaleffekte um 1,9% im Jahresvergleich. Der Umsatz sank 2008 um 0,5%, -1,6% waren es im vergangenen Quartal.
Der Vorstandschef der Magyar Telekom (Tochter der Dt. Telekom), Christopher Mattheisen, gab einen Umsatzrückgang von 1% und einen Gewinnrückgang von bis zu 2% als Prognose für 2009 an. Am stärksten betroffen von Umsatzrückgängen war naturgemäß die Festnetzsparte, während der Mobilsektor und T-Systems zulegen konnten. Die Umsätze in Mazedonien entwickelten sich zufriedenstellend, in Montenegro gab es einen Umsatzsprung von 38%. Bemerkenswert ist zudem, dass das Unternehmen seinen Personalstand innerhalb eines Jahres um 11% reduziert hat und zu Ende 2008 noch 10.439 Personen (umgerechnet in Vollzeitstellen) beschäftigte.
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0909zinsen
24.02.2009 · Wirtschaft
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Zentralbank in der Klemme
Zinsen in Ungarn unverändert
Die Zentralbanken Ungarns, Tschechiens und Polens haben erstmals gemeinsame Abwehrmaßnahmen gegen den Verfall ihrer Währungen vorgenommen. In einer gleichlautenden Erklärung aller drei Nationalbanken wurden diese Maßnahmen (u.a. konzertierte Euroverkäufe) verkündet, was den Forint sogleich um 4% steigen liess. Er notierte am heutigen Dienstagmorgen seit langem einmal wieder unter 300 (297), was nach übereinstimmender Einschätzung der Profis abe rnicht lange Bestand haben wird.
Derweil beließ die Zentralbank den Leitzinssatz unverändert bei 9,5%. Für den Forint wäre eine Anhebung zwar theoretisch günstiger, ein noch höherer Zinssatz als der ohnehin derzeit weit über dem europäischen Schnitt liegende ist im momentan Konjunkturumfeld aber undenkbar. Kredite, die ohnehin nur sehr zäh vergeben werden, wären unbezahlbar teuer, rechnet man die hohen Risikoaufschläge der Banken, die Inflation und weiteres hinzu.
Die ungarische Zentralbank sitzt daher ständig zwischen zwei Stühlen. Natürlich ist sie gehalten die Zinsen so kapitalmarktfreundlich wie nötig zu gestalten, um einen letzten Rest an Konjunktur nicht vollends abzuwürgen, andererseits könnte sie für jeden Zinsschritt mit einem weiteren Einbruch des Forint bestraft werden.
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Ausländer auf dem Rückzug von der Börse Budapest
26.02.2009 · Wirtschaft
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Ausländer auf dem Rückzug von der Börse Budapest
Um 42% reduzierte sich im vierten Quartal der Wert der von Ausländern gehaltenen Aktien an der Budapester Börse. Er betrug zu Jahresbeginn nur noch 2,42 Billionen Forint (ca. 8,1 Mrd. EUR). 37% sind auf den Rückgang (eher Verfall) der Börsenwerte zurück zu führen, der Rest waren Nettoverkäufe, also Kapitalabzug aus Ungarn, teilt die zuständige Abteilung der Nationalbank Ungarns mit. Damit sank der Anteil ausländischer Player am Handel der Budapester Börse von 75,5% im September auf 69% zum Ende des Börsenjahres und lag damit so tief wie seit 2001 nicht mehr. Insgesamt verfiel die Börse in drei Monaten um 37%, der Gesamtwert der in Budapest gelisteten Aktien betrug zum Jahresende damit nur noch 3,523 Billionen HUF (11,8 Mrd. EUR nach heutigem Kurs).
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