(c) Pester Lloyd / 07 – 2010 WIRTSCHAFT 17.02.2010
MOL rettet Plus dank Geschäft in Kroatien
Ungarns großer Öl-, Gas- und Tankstellenkonzern MOL meldet für das vierte Quartal 2009 einen Gewinn von 27,3 Milliarden Forint (nach heutigem Kurs 100,2 Mio EUR) vorgelegt. Das Ergebnis ist aber nur wegen der guten Zahlen bei der Beteiligung in Kroatien, INA, noch positiv ausgefallen. Für das Gesamtjahr reduzierte sich der Nettogewinn der MOL um mehr als ein Viertel auf noch knapp 104 Mrd. Forint (380 Mio. EUR). Gründe seien die Preisschwankungen auf dem Rohölmarkt sowie die seit langem anhaltenden Verluste bzw. geringeren Margen im Raffineriegeschäft. Der Konzernumsatz stieg im 4. Quartal 2009 um 21 Prozent auf 1.037 Mrd. Forint, dies jedoch nur Dank des Kroatiengeschäftes, ohne die INA wäre er um 8% gefallen. Für das Gesamtjahr ist der Umsatzrückgang mit 5% jedoch als Erfolg zu werten.
Auf der Entwicklung des Kroatiengeschäftes liegt auch der Fokus des MOL-Managements für 2010, auf sonstige Akquisitionen werde man 2010 zu Gunsten einer allgemeinen Konsolidierung verzichten. Es halten sich jedoch hartnäckig Gerüchte, dass sich die russische Surgutneftegas, die 21% an der MOL hält, den INA-Anteil der MOL für ihr Aktienpaket freipressen könnte. Die MOL verneinte irgendwelche Verhandlungen darüber.
Trotz eines Viertels weniger Umsatz in Rumänien steigerte die MOL Romania ihren Gewinn um 45%. Die MOL betreibt in Rumänien 126 eigene Tankstellen und hat einen Marktanteil von 115. Der Umsatz lag bei ca. 450 Mio EUR, 23% weniger als 2008.
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