(c) Pester Lloyd / 10 – 2011 NACHRICHTEN 10.03.2011
Neuer Standortvorschlag für NATO-Radar in Ungarn
Das ungarische Verteidigungsministerium hat am Dienstag einen weiteren Standort im Süden des Landes für ein weiteres 3D-Nato-Radar vorgeschlagen. Verteidigungsminister Csaba Hende teilte der Nachrichtenagentur MTI mit, dass sich an dem Ort nahe des Dorfes Medina bereits eine militärische Anlage befinde. Zum Thema: Robin Hood mit Amtskette – Dez 2009 Der Bürgermeister von Pécs legt sich mit der NATO an
Ungarn betreibt bereits zwei seinen Luftraum überwachende 3D-Radar-Anlagen in Bankut im Norden und in Bekescsaba im Südosten. Seit 1999 bestehen Pläne zur Installierung einer dritten Anlage. Zwei bereits vorgeschlagene Orte, die Berge Tubes und Zengö nahe Pécs im Südwesten, mussten aufgrund der Proteste von Anwohnern und Umweltschützern (auch durch den Pécser Fidesz-Bürgermeister Zsolt Páva und die damalige sozialistische Parlamentspräsidenten Szili unterstützt aufgegeben werden, wobei Hende betonte, dass Zengö der preisgünstigste Standort für die Errichtung des Radars gewesen wäre. Im letzten Jahr hatte das Ministerium auch erwogen, das Radar auf dem Staatsgebiet Sloweniens zu errichten .
Das Ministerium hat bereits Abstimmungsgespräche mit den Kommunenn begonnen und informierte am Mittwoch die Parlamentsparteien über das geplante Projekt. Einer Erklärung des Ministeriums zufolge könne das Projekt Arbeitsplätze schaffen und die Infrastruktur nahe Medina fördern. Die Installierung der Anlage sei von entscheidender Bedeutung für den Schutz des ungarischen Luftraumes, der zu den verkehrsreichsten in Mitteleuropa gehöre, so die Aussendung. S.R.
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