(c) Pester Lloyd / 45 – 2009 WIRTSCHAFT 06.11.2009
OTP, größte ungarische Bank, zahlt Staatshilfen zurück
Ungarns größte Bank, die OTP, teilte am Donnerstag mit 700 Millionen EUR Staatshilfe zurückgezahlt zu haben. Im März erhielt die Bank einen 1,4 Milliarden EUR Hilfskredit, Geld, das sich der ungarische Staat über ein Kreditprogramm des Internationalen Währungsfonds IWF besorgt hat, um das Finanzsystem mit Devisen flüssig zu halten. Eigentlich sollte das Geld hauptsächlich dafür dienen, Unternehmen in Kapitalnot kurzfristig zu helfen, das ungarische Finanzministerium sicherte sich dabei auch ein kleines Mitspracherecht bei der Vergabe. Diesen Staatseinfluss will die Bank, wie deren Kollegen weltweit, so bald als möglich wieder loswerden.
Die OTP habe mit dem Geld 5.000 Unternehmen ein Kreditangebot unterbreitet und zwischen April und September 123 Milliarden Forint als Kredit ausgereicht (447 Mio EUR). Man werde zukünftig diese Kreditprogramme aus eigenen Mitteln bestreiten, hieß es, womit die Bank andeutete, dass sie nicht mehr gewillt ist, die Zinsen aus solchen Krediten mit Fremdfinanzierern zu teilen. Man ist gerade dabei die eigene Liquidität um 5 Milliarden EUR zu erweitern, so werde man dann einem breiteren Spektrum von Unternehmen Kredite anbieten können, hieß es in einem Statement.
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