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Poetry Slam im Mika Tivadar – Kulturtipp für Budapest

(c) Pester Lloyd / 13 – 2012 KULTUR 26.03.2012

Schlacht der Verse

Entgegen des angestammten Images verstaubter Lyrik von Petofi, Ady, Márai und Co hat es sich eine junge Generation von Poetry Slamern zur Aufgabe gemacht, die Kunst des Dichtens dem jungen Publikum wieder schmackhaft zu machen und jenseits von sturem rezitieren, der Poesie Leben einzuhauchen.

Die Regeln sind einfach – in einer festgelegten Zeit präsentieren die Jungdichter ihre selbst geschriebenen Zeilen dem Publikum, verleihen durch einen eigängigen Rhythmus ihrer Performance einen unverwechselbaren Charakter, füllen leere Worthüllen mit Emotionen und stehen dabei im Wettbewerb, müssen sich also im wörtlichen Sinne „slamen“, gegenseitig einen verbalen Schlagabtausch liefern. Wer die Gunst des Publikums gewinnt und überzeugen kann, wird anschließend zum Sieger gekürt. Vor nunmehr sechs Jahren ist der Poetry Slam auch in Ungarn angekommen – seitdem finden regelmäßig Veranstaltungen statt, eine feste Szene von Slamern hat sich etabliert. Jeden letzten Donnerstag im Monat versammelt sich die „who is who“ im Mika Tivadar, um sich einen verbalen Schlagabtausch zu liefern. Das Besondere – diesmal findet eine „Open Mic Session“ statt, bei der sich auch mutige Amateure mit ihren Texten, dem Publikum stellen können.

Danach beginnt wie gewohnt ein Poetry Slam, bei dem auf Ungarisch und Englisch performt wird. Als Einstimmung auf den Abend wird vor Beginn der Show der Kurzfilm „Halfway between Hofi and Latinovits“ Premiere feiern und einen Einblick in Entstehung, Entwicklung und gegenwärtigen Stand der Poetry Slam-Szene in Ungarn geben.

„NEM JÖSSZ LE, IGEN?“ im Mika Tivadar Mulató, Kazincy 47,.1075 Budapest 29. März, Beginn 19 Uhr, Eintritt frei Hie auch Infos zu anderen Poetry Slams: http://slampoetry.hu/ www.mikativadarmulato.hu

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