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Post baut neues Logistikzentrum in Gödöllo

(c) Pester Lloyd / 29 – 2009 WIRTSCHAFT 15.07.2009

Ungarische Post baut neues Logistikzentrum in Gödöllő

Die Ungarische Post wird in Gödöllő, einem Vorort von Budapest, ein neues Logistikcenter errichten. Noch in diesem Herbst soll der Bauträger im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung ermittelt werden. Der Wert des Projektes wird auf ca. 6 Mrd. HUF (rund 22 Mio EUR) geschätzt.

Dieses zweite moderne Logistikcenter der alten Post gilt als weiterer Schritt zur Vorbereitung der Liberalisierung des Postmarktes in Ungarn bis 2013.Ohne solche Investitionen ist die Wettbewerbsfähigkeit nach diesem Stichtag nicht gewährleistet, heißt es. Freilich will man auch schon jetzt „die Qualität der angebotenen Dienste“ verbessern. Was es mit freiem Wettbewerb zu tun hat, wenn sich das Staatsunternehmen Post, quasi auf Staatskosten für den privaten Wettbwerb rüsten darf, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Erstaunlicherweise steht die ungarische Post im europäischen Raum viel besser da, als ihr Ruf vermuten lässt. In einem Ranking stand die „Magyar Posta“ auf Platz 7, 94% der Standardbriefe erreichte demnach am Folgetag die Empfänger, internationaler Standard ist hingegen „nur 85%“, sagte eine Postsprecherin. Im letzten Jahr konnte ein Vorsteuergewinn von 8 Mrd. HUF bilanziert werden.

Die neue Logistikeinheit, ein Briefsortierzentrum soll bereits im zweiten Halbjahr 2011 voll betriebsfähig sein und wird auf rund 13.000 Quadratmetern die Post, vor allem für die östlichen Landesteile sortieren. Der Westen des Landes wird im Zentrum Budaörs betreut. Für Gödöllő, bekannt vor allem wegen des Sisi-Schlosses, hat sich die Post hauptsächlich wegen der Nähe der Autobahnen M3 und M0 entschieden, 14 Standorte seien insgesamt geprüft worden.

György Gémesi, der Bürgermeister von Gödöllő sagte, dass man der Post das Grundstück für 180 Mio HUF verkauft habe, rund 650.000 EUR. Ca. 700 neue Jobs werden entstehen, da aber Gödöllő selbst nur eine Arbeitslosenrate von rund 3% habe, könnten auch Gemeinden in der Umgebung von der Investition profitieren.

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