(c) Pester Lloyd / 29 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Chef der Vermögensverwaltung "entfernt"
15.07.2009 · Wirtschaft
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Chef der Vermögensverwaltung in Ungarn „entfernt“
Wie bereits angekündigt, wurde der Chef der Nationalen Vermögensverwaltung (MVN), Miklós Tátrai, am Dienstag von seinem Posten entfernt. Dies teilte sein Vorgesetzter, Finanzminister Péter Oszkó kurz und trocken in einer Aussendung mit. Die Behörde, die alle Vermögenswerte und Beteiligungen des Staates managt und verwaltet, ist u.a. auch Nachfolger der Privatisierungsagentur.
Als Begründung wurden verschiedene Verfehlungen genannt, vor allem aber auch, dass sich unter Tátrai allmählich ein Staat im Staate gebildet habe. Nachrichten und Informationen an andere Behörden wurden nur zögerlich und oft verspätet erteilt. Bei der Abwicklung von Projekten kam es häufig zu Beanstandungen durch Rechnungshof und parlamentarische Kontrollgremien. Letzten Ausschlag für die Ablösung des Staatsmanagers waren eigenartige Grundstücksgeschäfte rund um den Velencer See mit einer Gesellschaft, die dort – im naturgeschützten Bereich – eine Casino-City errichten wollte. Tátrai steht aufgrund der Art der Kündigung auch keine Abfindung zu. Mit dem Chef der Nationalen Vermögensverwaltung geht innerhalb kurzer Zeit der zweite wichtige Finanzmanager des Landes, vor einigen Wochen wurde bereits der Chef der Finanzaufsicht PSZÁF entlassen, auch der Posten des Natioalbankchefs András Simor wackelt wegen Kritik an einer Verbringung von Privatvermögen in eine „Offshore“-Gesellschaft.
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Strafen für Avon und L'Oreal
16.07.2009 · Wirtschaft
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Strafen für Avon und L’Oreal Ungarn
Die ungarische Vertriebsgesellschaft des amerikanischen Kosmetikkonzerns Avon muss eine Strafe von rund 150.000 EUR an die Wettbewerbsaufsicht zahlen. Grund ist irreführende Werbung über die Wirksamkeit verschiedener Produkte aus dem Hause Avon, die traditionell von sogenannten Avon-Ladies auf Privattreffen vertrieben werden und zu dem auch eine Art Pyramidensystem gehört.
Zur Grundlage der Verurteilung wurden vor allem Kataloge aus 2007 und 2008 herangezogen. Beanstandet wurde u.a. ein „Körperverschlankungsspray“, dass dem Benutzer eine essentielle Verschlankung versprach. Eine ähnliche Strafe wie jetzt Avon erhielt bereits L’Oreal im März, der Weltmarktführer musste fast eine halbe Million EUR hinblättern, weil er Kunden unhaltbare Versprechen gemacht habe.
Die Wettbewerbsaufsicht hat in diesem Jahr bereits Strafen von umgerechnet rund 2 Mio EUR ausgesprochen, im gesamten Jahr 2008 waren es lediglich 2,4 Mio EUR.
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Ungarn kann Damiler beim Bau eines Werkes helfen
16.07.2009 · Wirtschaft
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Ungarn darf Daimler beim Bau eines Mercedes-Werkes Hilfen zahlen
Die Europäische Kommission hat die von Ungarn an die Daimler AG zugesagten Zuschüsse über knapp 30 Mrd. Forint (ca. 112 Mio EUR) für die Errichtung eines Werkes in Kecskemét und die umliegende Infrastruktur genehmigt. Wettbewerbsverzerrende Wirkungen aus der staatlichen Förderung waren für die Kommission nicht ersichtlich, im Gegenteil, die Förderung einer strukturschwachen Region, wird in der Begründung ausdrücklich gewürdigt. „Das Projekt wird die Entwicklung der regionalen Wirtschaft signifikant befördern, einschließlich der Schaffung von 2.500 direkten Arbeitsplätzen.“, heißt es darin. Die Daimler-Tochter Mercedes-Benz Hungary wird das neue Werk für neue Serien von Personenkraftwagen vorbereiten. Die Investition wird auf rund 550 Mio EUR geschätzt, zuzüglich der Staatshilfen. Vor einigen Monaten wurde das Engagement von Daimler in Ungarn bezweifelt, es gab Gerüchte die deutsche Traditionsmarke könnte das Opel-Werk in Eisenach einem neu zu errichtenden Standort in Ungarn vorziehen.
Premium aus der Puszta Ein Stern am Ende des Tunnels Mercedes baut sein neues Werk in Ungarn
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Neu-alter Chef der Vermögensverwaltung ernannt
16.07.2009 · Wirtschaft
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Neu-alter Chef der Vermögensverwaltung Ungarn ernannt
Miklós Kamarás wird Nachfolger des als Chef der staatlichen Vermögensverwaltung abgesetzten Miklós Tátrai. Ungarns Finanzminster Péter Oszkó ernannte den altgedienten Staatsmanager am Mittwoch. Von Erneuerung kann bei dieser Personalie allerdings keine Rede sein, schon eher auf einen Rückgriff auf Verlässlichkeit ohne zu hohe eigene Ambitionen. Oszkó setzt in der schnelle auf Nummer sicher. Kamarás war zu Beginn des Jahrzehnts bereits Chef der ÁPV Zrt., der ungarischen Privatisierungsbehörde aus der später die Vermögensverwaltung hervorgegangen ist, die er nun leiten wird. Bis vor kurzem war er Chef der ungarischen Staatsbahnen MÁV, dort wurde er erst vor Wochen, aus strategischen Überlegungen heraus gegen Miklós Andrási ausgetauscht, einen Fidesz-Politiker, der nun dort einen rigorosen Sparkurs fahren muss. Kamarás Vertrag läuft vorerst nur für ein Jahr.
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Realeinkommen in Ungarn sanken über 2%
16.07.2009 · Wirtschaft
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Realeinkommen in Ungarn sanken über 2%
Die Realeinkommen in Ungarn sind bisher in diesem Jahr bereits um 2,1% gesunken, im Jahresvergleich waren es 1,8%. Das ergibt sich aus den Zahlen, die das Statistische Zentralamt in Budapest jetzt veröffentlicht hat. Danach wuchsen die Bruttoeinkommen in Ungarn von Mai 2008 bis Mai 2009 um durchschnittlich 2,5%, der Anstieg der Nettoeinkommen betrug 1,9%. Wobei im Privatsektor die Einkommen um rund 4,3% stiegen, im öffentlichen Dienst jedoch um 1,8% zurückgingen. Seit Januar stiegen die Einkommen 1,4 (brutto) bzw. 1% (netto). Hier geht die Schere zwischen Privatwirtschaft und öffentlichem Dienst noch weiter auseinander +4,8 : -6,4%. Der Rückgang bei den Staatsbediensteten ist vor allem durch den Wegfall der Jahresboni erklärbar. Aus der Differenz von Wachstum des Bruttoeinkommens und der Jahresinflation (3,8% von Mai bis Mai, bzw. 3,2% von Jan-Mai) ergibt sich, dass die Menschen im Durchschnitt um die 2% weniger zum ausgeben haben als vor einem Jahr.
Ein durchschnittliches Bruttoeinkommen beträgt in Ungarn derzeit 720.- brutto, netto bleiben dem ehrlichen Durchschnittsungarn davon rund 441 EUR. Allerdings darf man nicht vergessen, dass geschätzt 35-45% des BIP nochmals in der Grau- bis Schwarzwirtschaft erbracht werden, was auch als Einkommen zu rechnen ist, auch wenn der einfache Arbeiter eher weniger Möglichkeiten hat auf diesen Wegen seine Einkünfte aufzubessern.
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Ein Toter bei Absturz eines Kleinflugzeuges in Ungarn
18.07.2009 · Nachrichten
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Ein Toter bei Absturz eines Kleinflugzeuges in Ungarn
Während einer Flugschau am Airport Dunakeszi, unweit von Budapest, stürzte am Samstag ein Kleinflugzeug ab und tötete einen Mitarbeiter. Die Maschine vom Typ Zlin vollführte gerade eine Kunstflugfigur als der Pilot wegen einer Windböe die Kontrolle über den Flieger verlor. Das 60jährige Todesopfer gehörte zu der Sicherheitsfirma, die die Veranstaltung betreute. Der Pilot erlitt schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus geflogen. Die Show wurde gemeinsam von Lufthansa und Hungarocontroll, Ungarns Flugsicherungsorganisation organsiert.
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