(c) Pester Lloyd / 06 – 2013 NACHRICHTEN 06.02.2013
Die Regierung hatte im Laufe der Verhandlungen mit Studentenvertretern immer wieder davon gesprochen, dass sie insgesamt 27 Milliarden Forint mehr in die Hochschulbildung stecken will. Erst heute stockte sie nochmals auf, in dem man behauptete, es seien sogar 47 Milliarden (Dank der niedrigeren Berechnungsgrundlage des Vorjahres und der Einverleibung von EU-Fördermilliarden in das Ressort kommt man auf eine solche Zahl) Die nun bekanntgewordenen Zahlen der Unibudgets, Strafen diese Aussage Lügen, denn das für Lehre und Forschung bereitstehende Geld wird immer weniger: die größten Universitäten des Landes verlieren im Schnitt 25% ihrer Vorjahresbudgets. Mit -34% der größte Verlierer: die Uni im südungarischen Pécs
Die ELTE-Universität, die größte des Landes erhält damit fast 5 Milliarden Forint, ca. 17 Mio. EUR weniger als im Vorjahr, die Universität von Pécs muss in diesem Jahr sogar mit nur 10,7 Mrd. HUF auskommen, ganze 34% weniger als 2012. Die Technische Universität in Budapest bekommt 2,4 Mrd. abgezogen, die Corvinus Wirtschaftsuniversität 2,3 Mrd. weniger. Die Uni Szeged, an die auch eine Universitätsklinik angeschlossen ist, erhält 4,7 Mrd. Forint weniger. Schon im Vorjahr waren die Haushaltszuschüsse für Dutzende Unis und Hochschulen so knapp bemessen, dass die meisten Einrichtungen ihre sämtlichen Mitarbeiter über Weihnachten in einen zweiwöchigen, unbezahlten Urlaub schicken mussten, um die Personalkostenlimits einzuhalten. Die Unis werden in diesem Jahr, nicht nur wegen der Budgetkürzungen, sondern auch wegen der Rentenreform, die verbindlich einen Renteneintritt für öffentlich Bedienstete ab 62 Jahren vorsieht , mit Personalengpässen zu kämpfen haben.
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