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Regierungspartei gewinnt Nachwahl in Ungarn, Gemeinsam 2014 stärkste Oppositionkraft

(c) Pester Lloyd / 13 – 2013 NACHRICHTEN 25.03.2013

Regierungspartei gewinnt Nachwahl in Ungarn, G2014 stärkste Oppositionkraft Die Nachwahl eines Parlamentsmandates im Budapester Vorort Dunakeszi (Wahlsprengel 7) gab interessante Aufschlüsse über die sich verschiebenden Kräfteverhältnisse bei den politischen Parteien. Es gewann mit 563 bzw. 36,9% der Stimmen der Fidesz-Kandidat Tamás Benkö, knapp die Hälfte davon, 249 Stimmen erreichte jedoch bereits die von der Wahlallianz Gemeinsam 2014 getragene, unabhängige Kandidatin, Noémi Oláh (Foto, mit G2014-Chef Bajnai). Der Kandidat der neonazistischen Jobbik kam auf 168 Stimmen, die MSZP-Kandidatin auf 153. Natürlich spielten in Dunakeszi auch kommunale Aspekte eine Rolle, auch die soizale Zusammensetzung ist in dem recht wohlhabenden Vorort alles andere als repräsentativ: doch lassen sich ein paar Schlüsse ziehen, die sich aus den sehr volatilen Umfragewerten der "professionellen" Institute nicht ersehen lassen: – Fidesz bleibt unangefochten vorn, allerdings weit von der absoluten Mehrheit entfernt (die für Direktmandate allerdings 2014 auch nicht mehr erforderlich ist) – selbst ein Oppositionsbündnis (der demokratischen Opposition), also z.B. über einen Kandidaturverzicht der MSZP hätte nicht gereicht, Fidesz zu schlagen – G2014 löst die MSZP deutlich als erste Oppositionskraft ab – MSZP und Jobbik streiten um Platz 3

G2014 zeigte sich in einer Aussendung „sehr zufrieden“ mit diesem „ersten Schritt hin in eine neue Ära“, besonders, da die Bewegung rund um Milla, Szolidaritás, einige abtrünnige LMP-Leute und Ex-Premier Bajnai als Führungsfigur erst seit wenigen Tagen eine Partei ist und überhaupt erst seit letztem Oktober existiert. Man erkenne die Wichtigkeit eine Allianz zu schmieden, der die Leute vertrauen, eine mangelnde Einheit der Opposition jedoch würde Orbán – gewollt oder ungewollt – Orbán erneut an die Macht bringen, heißt es, ein Wink mit dem Zaunpfahl an die MSZP, aber auch an andere eifersüchtelnde Splittergruppen. Schon im Vorfeld bezichtigte Fidesz die politischen Kontrahenten einer “beispiellosen Hass- und Schmutzkampagne”.

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