(c) Pester Lloyd / 15 – 2013 NACHRICHTEN 10.04.2013
Die Verhandlungen zwischen der Stadt Budapest und den mächtigen Taxiinnungen zogen sich über zwei Jahre hin, nun scheinen die Verhandlungspartner einen Kompromiss gefunden zu haben. Das Bürgermeisteramt setzt sich mit seiner Forderung nach einer vereinheitlichten Lizenzprüfung sowie der farblich gleichen Gestaltung der Fahrzeuge durch, dafür bekommen die Taxiunternehmen eine beträchtliche Tariferhöhung genehmigt. In schwarz-gelber Wespenoptik sollen zukünftig die Budapester Taxis gehalten sein, womit sich die von vielen Kunden vorgeschlagene fleckige Hyänenkennung doch nicht durchsetzte
Neulizensierte Fahrer müssen die Farbregelung ab 1.9. anwenden, alle anderen bekommen, jeweils aber der jährlichen Lizenbestätigung ein Jahr Aufschub. Auch müssen die Fahrzeuge in Zukunft eine Altersgrenze von zehn Jahren einhalten, allerdings dürfen bis Juli 2015 ältere Modelle noch im Dienst bleiben, wenn sie den jährlichen Sicherheitscheck überstehen. Alle Taxis müssen ab 1.9. eine Klimaanlage haben (die funktioniert). Derzeit sind von den 5.277 in Budapest zugelassenen Taxis, 2.394 älter als zehn Jahre. Bei den Gebühren wird kräftig zugeschlagen: der Einstiegstarif wird von 300 Forint (also rund 1 EUR) auf 450 EUR um 50% angehoben, der maximale Kilometertarif (Normalzeiten) von 204 auf 280 Forint, der Wartetarif auf 70 HUF pro Minute. Die Änderungen treten mit 1. September in Kraft.
Unser monatlicher Nachrichtenspiegel: die wichtigsten Meldungen aus Ungarn und Mitteleuropa, einmal im Monat per E-Mail. Kostenlos, kein Spam, jederzeit abbestellbar.
Nachrichtenspiegel kostenlos abonnieren





