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Ungarische Finanzaufsicht ahndet erstmals Verstoß gegen Ethikkodex

(c) Pester Lloyd / 33 – 2010 WIRTSCHAFT 16.08.2010

Ungarische Finanzaufsicht ahndet erstmals Verstoß gegen Ethikkodex

Die ungarische Finanzaufsichtsbehörde PSZÁF hat zum ersten Mal eine Bank wegen Verstößen gegen die freiwillige Selbstverpflichtung (Ethikkodex) im Umgang mit privaten Kreditnehmern bestraft. Konkret wurde die Porsche Bank mit einer Strafe von 2 Millionen Forint (rund 7.000 EUR) belegt, da sie verschiedene Punkte des Dokuments nicht umgesetzt habe, Unregelmäßigkeiten bei der Gebührenordnung sowie „unfaire Geschäftspraktiken“ festgestellt wurden, wie die PSZÁF mitteilt.

Das Papier wurde noch unter der Vorgängerregierung Bajnai eingeführt und soll dafür sorgen, dass Banken einen transparenten und fairen Umgang mit ihren privaten Kreditnehmern pflegen, vor allem, wenn sie durch Fremdwährungskredite in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind und könnten. Der Ethikcode ist zwar freiwillig, doch der Druck der Regierung sorgte dafür, dass die meisten großen Institute sich diesem anschlossen und sich damit auch der Sanktionierung durch die PSZÁF utnerwarfen. Auf deren Homepage sind zudem auch diejenigen Finanzdienstleister aufgeführt, die sich dem Kodex nicht unterwerfen mochten. 2 Mio. Ft. ist die Höchststrafe, die die Aufsicht bei Verstößen verhängen kann. Konsumentenschützer sehen in dem Ethikkodex einen zahnlosen Tiger, zum einen, weil er freiwillig ist, zum anderen weil die Strafen nicht abschreckend wirken.

Schöne neue Bankenwelt… – Sep 2009

Die Banken in Ungarn definieren selbst, was sie für ethisch halten

Papiertiger – Apr 2010

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