(c) Pester Lloyd / 15 – 2012 NACHRICHTEN 11.04.2012
Letzte Woche fand in Budapest das zweitägige Ungarisch – Lateinamerikanische Forum (MLAF) statt, das hauptsächlich durch das ungarische Außenministerium sowie verschiedenen Instituten organisiert wurde. Eingeladen waren 12 in Ungarn akkreditierte Botschafter verschiedener Ländern Lateinamerikas. Im Fokus des Forums stand die Stärkung der bi- und multilateralen Beziehungen zwischen Ungarn und Partnern in Lateinamerika, die sich primär auf die Bereiche politischer Dialog, Wirtschaft und Handel sowie wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit erstreckten
Die Gespräche zur Förderung des politischen Dialoges eröffnete der Staatssekretär des Außenministeriums, Zsolt Németh, mit einer Rede, in der er die Notwenigkeit zur Kooperation anmahnte, da diese nur ungenügend ausgeprägt sei. Außenminister János Martonyi betonte auf der Abschlussveranstaltung, dass „die Länder Lateinamerikas nicht länger ignoriert werden können, wenn es darum geht, globale Herausforderungen anzugehen, die die ganze Menschheit betreffen. Genau deshalb ist eine enge Kooperation unerlässlich.“ In diesem Zusammenhang solle auch Ungarns Präsenz in Lateinamerika verstärkt werden, genauer ist geplant, einen ungarischen Botschafter in die Andenregion zu entsenden. Die ungarische Regierung hatte die „Suche nach neuen strategischen Partnern im Osten“, um damit „die Abhängigkeit von der EU zu verringern“ betont zum Staatsziel erklärt und sich dabei vor allem auf Länder wie Saudi-Arabien, China und sogar den Iran konzentriert. Hier mehr dazu . Bösartige Spötter meinten, die Konferenz diene der Vorbereitung einer Asylstrategie…
Der heutige Empfang des “Präsidenten von Kurdistan” in Budapest steht hingegen ganz im Zeichen der ungarischen Separatistenpolitik gegenüber den Nachbarländern und dürfte einigen “strategischen Partnern” nicht sonderlich gefallen.
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