(c) Pester Lloyd / 46 – 2012 NACHRICHTEN 16.11.2012
Vizepremier von Kroatien tritt wegen Verurteilung in Ungarn zurück Der kroatische Vizepremier, Radimir Cacic, ist aufgrund einer Verurteilung durch ein ungarisches Gericht von seinem Posten zurückgetreten. Am Mittwoch verurteilte das Komitatsgericht Kaposvár den Politiker zu einer Haftstrafe von 22 Monaten wegen fahrlässiger Tötung. Cacic krachte im Januar 2010 mit seinem Chrysler auf der Autobahn M7 in einen Skoda. Die Fahrerin wurde leicht verletzt, doch ihre Eltern (81 und 60) starben kurz nach der EInlieferung ins Krankenhaus an den Folgen ihrer Verletzungen, eine weitere Person wurde schwer verletzt. Cacic hat nun um seine Entlassung bei Premier Zoran Milanovic gebeten, wiederholt sein Bedauern für den Unfall ausgedrückt und erklärt, alle Konsequenzen dafür zu tragen. Der Verurteilte muss seine Haftstrafe nun binnen zwei Monaten antreten, ansonsten könnte ein internationaler und europäischer Haftbefehl gegen ihn ergehen. Die Justizminister beider Länder können sich noch darüber einigen, ob Cacic die Haft in Ungarn oder in seiner Heimat absitzen muss bzw. darf, ein Auslieferungsabkommen zwischen beiden Ländern gibt es nicht.
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