(c) Pester Lloyd / 44 – 2009 WIRTSCHAFT 29.10.2009
2.500 Entlassungen bei GE Ungarn
Endlich hat das Management von General Electric Ungarn die Katze aus dem Sack gelassen. 2.570. Das ist die Schreckenszahl, mit der das Land und die GE-‚Mitarbeiter nun klar kommen müssen. So viele Stellen sollen in den nächsten zwei Jahren bei der Lichtsprate des Konzerns in Ungarn gestrichen werden. GE-Europachef Phil Marshall verkündete das am Mittwoch in Budapest. Entlassungen wird es nach seinen Worten ausschließlich bei den Produktionslinien für herkömmliche Glühlampen geben.
GE hatte bereits vor einiger Zeit der EU die Schuld für den Stellenabbau anlasten wollen, so als ob man erst seit ein paar Wochen wüsste, dass die herkömmlichen Glühlampen schrittweise abgeschafft werden. Allerdings hat Ungarn noch Glück im Unglück, denn es war durchaus auch im Gespräch, den gesamten Leuchtmittelbereich mit fast 4.000 Mitarbeitern zu schließen. Doch hat man bereits teilweise so viel in neue Technologien und Werke investiert, dass man nun einen Umbau im Bereich Enrgiesparlampen in Angriff nimmt.
Am härtesten betroffen von den Entlassungen wird das Werk in Nagykanizsa sein, wo 1.300 der 1.750 Mitarbeiter gehen werden. Nur die Herstellung von Fahrzeuglampen und Reflektoren wird hier fortgeführt. Die meisten Leute werden 2011 ihren Job verlieren. Gänzlich geschlossen wird der Standort in Vác, dort landen 700 Menschen auf der Straße. General Electrics beschäftigt neben den Mitarbeitern bei der Lichtsparte weitere im Energie-, Gesundheits und Wasserwesen und weiteren Sparten der Elektroindustrie. Gemeinsam mit den ca. 3.000 Angestellten der Budapest Bank, einer Tochter der GE Money Bank, sind rund 14.000 Familien in Ungarn direkt von dem amerikanischen Megakonzern abhängig.
Schuld sind immer die Anderen
General Electric könnte bis zu 8.000 Leute entlassen und gibt der EU die Schuld daran
Unser monatlicher Nachrichtenspiegel: die wichtigsten Meldungen aus Ungarn und Mitteleuropa, einmal im Monat per E-Mail. Kostenlos, kein Spam, jederzeit abbestellbar.
Nachrichtenspiegel kostenlos abonnieren




