(c) Pester Lloyd / 1 – 2010 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Vier neue Industrieparks im Osten von Ungarn
08.01.2010 · Wirtschaft
Vier neue Industrie- und Gewerbeparks werden in diesem Jahr im nordostungarischen Komitat Szabolcs-Szatmár-Bereg, im Vierländereck Ungarn – Slowakei – Ukraine – Rumänien, errichtet. Die Investitionen dafür sollen bei rund 7 Milliarden Forint, etwa 26 Mio EUR liegen. Der größte Industriepark wird zwischen Fényeslitke und Komoró gebaut werden. Die Investition dürfte sich rechnen, denn auf dem 165 Hektar großen Gelände will sich die ukrainische Stahlfirma Vorskla niederlassen und ein 650 Millionen teures Walzwerk errichten. Bereits ab Ende 2010 sollen dort mehr als 1.000 Arbeiter eine Beschäftigung finden. Eine weiterer Gerwerbepark entsteht an der M3 bei Nagykalló, hier werden auf 26 Hektar die Grundlagen für Fabriken, ein Logistik- und Servicenter geschaffen. Das dritte Projekt befindet sich in Baktalórántháza und soll ein sogenannter KMU-Inkubator sein, also technologisch orientierten Kleinunternehmern den Start erleichtern. Das vierte Projekt wird im Frühjahr in Rakamaz angelegt.
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MSZP verlangt Aufstockung des Krisennotfonds
08.01.2010 · Politik
in Ungarn
Der Spitzenkandidat der noch regierenden sozialistischen MSZP, Fraktionschef Attila Mesterházy hat Ministerpräsident Bajnai dazu aufgefordert, den mit Ende Januar auslaufenden Krisen-Not-Fonds zeitlich zu verlängern und aufzustocken. Bajnai hätte dies zugesagt, er solle sich nun an sein Versprechen halten. Der Fonds zahlt einmalige, nicht zurück zu zahlende Nothilfen an besonders bedürftige und durch die Krise in Not geratene Familien. Gestartet wurde das Projekt im letzten August, auch Minister und Unternehmer spendeten aus ihren privaten Einkommen in den Fonds, weitere Mittel kamen aus Budgetreserven. Bisher wurden 84.000 Anträge auf Nothilfen eingereicht, 76.000 davon wurden genehmigt, der durchschnittliche Auszahlungsbetrag pro Familie betrug 40.000 Forint (ca. 150.- EUR). Insgesamt wurden 4,2 Milliarden Forint ausgezahlt, ca. 15,5 Mio EUR. Die Krise, so Mesterházy sei 2010 noch nicht vorbei, mit ihren Auswirkungen wird man noch Jahre zu kämpfen haben.
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