(c) Pester Lloyd / 31 – 2009 WIRTSCHAFT 30.07.2009
Bajnai droht Banken in Ungarn mit Gesetzesmacht
Als hätte Ministerpräsident Gordon Bajnai unseren gestrigen Artikel über die Lage gewerblicher und privater Kreditnehmer und das Mauern der Banken zur Vorlage genommen (vielleicht hat er es ja auch), forderte er heute ultimativ, dass sich die Finanzinstitute bis September auf einen für alle Seiten akzeptablen Ethikcode beim Umgang mit Immobilienkreditnehmern einigen sollten, der verbindliche und kontrollierbare, somit auch sanktionierbare Normen enthält. In der Wochenzeitung Figyelö drohte er, sollten die Banken nichts Brauchbares auf die Reihe bekommen, würde er auf dem Gesetzeswege die Interessen der Bankkunden schützen. Die Banken haben sich gut erholt, sind gut ausgestattet, es gibt also keinen Grund, nicht zu normalen Konditionen und transparentem Geschäftsgebahren zurück zu kehren.
Zeitbombe und Tunnelblick
KMU in Ungarn und Rumänien in kritischer Lage – Banken zunehmend restriktiv
Bankmanager gehören von Berufswegen nicht zu jenen Zeitgenossen, die gerne Panik verbreiten. Wenn einer von ihnen von einer „tickenden Zeitbombe“ hinsichtlich der Lage von Unternehmen in Rumänien spricht und ein anderer für Ungarn „kein Licht am Ende des Tunnels“ sieht, muss es also wirklich schlimm stehen. Zahlen und Stimmung werden immer noch schlechter, wie die Ausfallquoten und eine Umfrage unter KMU zeigen. Der Unmut über die Banken wächst. Derweil stoßen sich Kredithaie an der Not der Menschen gesund. ZUM BEITRAG
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