(c) Pester Lloyd / 40 – 2009 WIRTSCHAFT 01.10.2009
EBRD-Chef fordert 10 Mrd. EUR mehr für Osteuropa
Der Chef der Europäischen Entwicklungsbank (EBRD) bittet die 61 Mitgliedsländer um eine Kapitalerhöhung um 10 Milliarden Euro, was eine Verdoppelung des registrierten Eigenkapitals bedeutet. Die nicht kleine Summe solle in mittelost- und osteuropäischen Ländern eingesetzt werden, die von der Krise nicht nur besonders hart getroffen wurden, sondern deren Potential zur Selbsthilfe auch beschränkter ist als im Westen. Mit den Geldern könnte man weiter die Kreditvergabe gewähren und so auch ausländische Investitionen absichern helfen.
Trotz der momentanen Stabilisierung, steigen sowohl Arbeitslosigkeit als auch die Quote fauler Kredite, so dass man noch längst nicht von einer wirklichen Erholung sprechen kann, erläuterte EBRD-Präsident Thomas Mirow den Sachverhalt und empfahl die Kapitalspritze eindringlich. Die EBRD betätigt sich nicht nur als Kreditgeber für konkrete Wirtschaftsprojekte, sondern auch als Refinanzierer von Privatbanken, wie z.B. der Erste und Bank Austria (Unicredit), denen mehrere Hundert Millionen EUR zur Verfügung gestellt wurden, um die Kreditvergabe an Kleinunternehmen in CEE in Schwung zu halten, bzw. wieder zu bringen.
EBRD-Präsident: Die Banken in Osteuropa sind längst nicht über den Berg
15% der Kredite in Ungarn sind von Ausfall bedroht
400 Mio EUR auch für Osttöchter der Erste Group
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