(c) Pester Lloyd / 13 – 2009 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
EU-Geld für Energieprojekte in Ungarn
24.03.2009 · Nachrichten
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EU-Gelder für Energieprojekte Ungarns
Ungarn wird einer der Hauptnutznießer bei der Verteilung der im EU- Budgets des Vorjahres verbliebenen Quellen. Von den restlichen fünf Milliarden Euro soll Ungarn für die Verbindung seines Gasnetzes mit jenen der Slowakei, Rumäniens und Kroatiens insgesamt 75 Mio. Euro sowie für die Verbindung des Stromnetzes von Györ mit Wien 20 Mio. Euro erhalten.
Die ungarische Seite äußerte sich übrigens enttäuscht, dass auf dem EU-Gipfel am Wochenende für die Finanzierung der geplanten Nabucco-Gaspipeline lediglich 200 Mio. voranschlagt worden waren. Angeblich soll Kanzlerin Angela Merkel den Nabucco-Plan nicht unterstützen.
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Kirche und Stasi in Ungarn
24.03.2009 · Nachrichten
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Viele Stasi-Agenten in den Kirchen Ungarns
„Glaubensbekenner und Agenten“ ist ein Dokumentarfilm betitelt, der vergangene Woche in die Budapester Kinos kam. Katalin Petényi, die mit dem in Deutschland lebenden Barna Kabay für den in ungarisch-deutscher Kooperation entstandenen Film verantwortlich zeichnet, behandelte darin die Zusammenarbeit von Vertretern der katholischen Kirche mit der einstigen Staatssicherheit. György Gyarmati, Direktor des Staatsarchivs der Geheimdienste (der ungarischen „Birthler-Behörde“) sagte anlässlich der Premiere des Filmes: Die Zahl der Agenten in den Kirchen könnte sieben bis zehn Prozent der rund 10.000 Geistlichen ausmachen. Manche – darunter Bischöfe – gingen dieser Tätigkeit aus Karrieregründen nach, andere unter Druck oder in dem Versuch, den Interessen der Kirche zu dienen. Die Lutherische Kirche hat die Veröffentlichung des Buches, in dem diese Frage aufgearbeitet wird, für den Herbst angekündigt. Die Kalvinistische Kirche beschloss unlängst ebenfalls, diesbezügliche Untersuchungen einzuleiten.
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Pécs trennt sich von Zsolnay Porzellan
24.03.2009 · Wirtschaft
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Pécs trennt sich von Zsolnay Porzellan
Die Pécser Stadtverwaltung hat entschieden, sich von ihrem 49%igen Anteil an der traditionsreichen Porzellanmanufaktur Zsolnay zu trennen. Dies bestätigte der amtierende Bürgermeister der Stadt Bertalan Tóth.
Man sei in Verhandlungen mit Interessenten, der eine ist die Pécsi Direkt, ein regionaler Verlag und Beteiligungsgesellschaft sowie einer auf Malta registrierten Investorengruppe unter dem Namen Teclima. Die Stadt hat weder die Mittel noch das Know how, die dringend notwendige Modernisierung der Fabrik zu schultern. Zsolnay Porzellan hat jahrelang Verluste eingefahren, seit sie 2006 von der staatlichen Privatisierungsbehörde eher als Notlösung der Stadt teilübereignet wurde. Die Mitgift bestand in rund 5 Mio EUR Schulden. Pécs hatte mittlerweile 1,27 Mrd. HUF, gut 4 Mio EUR in das Unternehmen gepumpt, zusätzlich erwarb die Stadt ein 31.000-Quadratmeter-Grundstück, dass als Zsolnay Kultur Quartier während der Kulturhauptstadt-Veranstaltungen 2010 dienen soll, was ein weiteres finsteres Kapitel der Stadt darstellt, sind nämlich die Vorbereitungen zu dem Megajahr von Skandalen und Ungereimtheiten überschattet und dabei, sich zu einem Super-GAU zu entwickeln.
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