(c) Pester Lloyd / 37 – 2010 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.
Mord an Triathleten aus Ecuador in Budapest
13.09.2010 · Nachrichten
Mord an Triathleten aus Ecuador in Budapest
Die gerade in Budapest zu Ende gegangenen Triathlon Weltmeisterschaften wurden von einem Mordfall überschattet. Ein 48jähriger Teilnehmer des Amateurfeldes dieser Meisterschaft wurde am Sonntagmorgen stark blutend in der Budapester Nagymezö Straße (wegen seiner Theater und Nachtclubs beliebt) gefunden und starb, trotz sofortiger Einlieferung in ein Krankenhaus an etlichen Messerstichen. Der Sportler stammt aus Ecuador, Hintergründe zu dem Verbrechen wurden bisher noch nicht bekannt gegeben, die Untersuchungen laufen.
Tag des offenen Denkmals in Budapest
13.09.2010 · Nachrichten
Tag des offenen Denkmals in Budapest
Budaer Burg, Heldenplatz, Ándrassy út – diese Orte stehen für Besucher in Budapest im Mittelpunkt. Dass es aber weit mehr in der Stadt zu entdecken gibt, sollen die „Tage der offenen Denkmäler“ zeigen. Am Sonnabend, 18., und Sonntag, 19. September, stehen viele einzigartige Bauwerke, die sonst nicht zu besichtigen sind, neugierigen Touristen und Einheimischen offen. Und das nicht nur in der Hauptstadt, sondern im ganzen Land. 650 Stätten warten auf Besucher. Der Schwerpunkt unter dem Titel „Heimat und Fortschritt“ liegt dieses Mal im Bereich Klassizismus und Reformzeitalter. Einige Führungen werden auch auf Englisch und Deutsch angeboten.
weitere Informationen: http://www.oroksegnapok.hu/index.php (ungarisch)
PSZÁF “bestraft” CIB und Erste Ungarn
13.09.2010 · Nachrichten
PSZÁF “bestraft” CIB und Erste Ungarn
Die ungarische Finanzaufsicht PSZÁF hat die CIB Bank (Tochter der italienischen Intesa Sanpaolo) und die ungarische Tochter der Erste Bank (Österreich) mit Strafen belegt. Die eher symbolischen Summen von insgesamt 900.000 Forint für die CIB und 100.000 Forint (atemberaubende 352.- EUR) für die Erste wurden wegen kleinerer Kommuniaktionsschwierigkeiten mit Kunden ausgepsprochen. In einem Fall wurden Verkaufsorders für Staatsanleihen mit Verspätung bearbeitet, im anderen blieben geldwerte Nachfragen zu lange unbeantwortet. Seit die meisten Banken den sog. Ehrenkodex zum Umgang mit Kunden, vor allem im privaten Kreditgeschäft, unterzeichnet haben, überprüft die PSZÁF regelmäßig das Geschäftsgebahren von vielen Instituten und hat dafür sogar eine eigene Abteilung gegründet. Theoretisch könnte die Finaanzaufsicht auch viel höhere Strafen verhängen.
Neue Radwege in Budapest geplant
13.09.2010 · Nachrichten
Neue Radwege in Budapest geplant
Die Budapester Stadtversammlung hat die Schaffung von mehr als 16 Kilometern neuen Radwegen in Budapest beschlossen, was zwar nur einen kleinen, doch spürbaren Fortschritt für Fahrradfahrer in der ungarischen Haupststadt bedeutet, die sonst eher noch wie außeriridische behandelt werden und mit etlichen Hürden zu kämpfen haben. Der längste neue Abschnitt führt sieben Kilometer quer durch den XVII. Bezirk entlang der Pesti und Ferihegyi Straße, drei neue Kilometer Fahrradweg sollen im III., auf der Bécsi út in Óbuda hinzukommen (bis zur Nagyszombat utca), weitere neue Abschnitte sind auch im X. (Fehér út, 1,5 km) sowie im 21. Bezirk geplant (Ady Endre út und Szabadkiköto út). Bis 20. Oktober können sich Firmen mit Angeboten an die Stadtverwaltung wenden, bis Anfang Januar soll eine Entscheidung gefallen sein.
Ungarn gibt Antike Kunst an Griechenland zurück
13.09.2010 · Nachrichten
Ungarn gibt Antike Kunst an Griechenland zurück
Ungarn wird, auf Anordnung des für Kultur zuständigen Ministers, 28 antike Artefakte, darunter Statuen, Mosaiken und Kunsthandwerk aus dem Budapester Museum der Schönen Künste an Griechenland zurückgeben. Das erklärte Staatssekretär János Halász am Sonntag. Diese Entscheidung sei das Ergebnis bilateraler Gespräche mit seinem griechischen Amtskollegen und solle der Verbesserung der Beziehungen beider Länder dienen. Diese „Geste“ steht im Zusammenhang mit der Teilnahme Ungarns als offiziellem Partnerland der 75. Messe in Thessaloniki, die dieser Tage stattfindet.
Genauere Hintergründe zur Rückgabe wurden nicht bekannt gegeben, z.B. ob es sich um eine konkrete Forderung der Griechen handelte, welcher Provinenz die Gegenstände sind, bzw. auf welcher Rechtsgrundlage dies geschah und warum gerade diese 28 Stücke ausgesucht wurden. Nach jetzigem Wissensstand sieht es so aus, als ob das Ministerium nach Gutdünken gehandelt hat, um Ungarn wirtschaftlich in eine günstige Position bei griechischen Partnern zu bringen. Wie Hohn klingt zudem Halász´Bemerkung: „Ungarns Entscheidung soll anderen Ländern als Beispiel dienen …“, weil sich das Land sonst bei Restitutionen sehr unkooperativ zeigt. Museen und Gerichte sperren sich z.B. massiv bei der Rückgabe von geraubtem jüdischen Besitz, selbst wenn die Erben ihre Eigentumsrechte zweifelsfrei nachweisen können, wie diese Geschichte eindrucksvoll belegt . Ebenso strikt beharrt man auf das durch die Sowjets und später durch die ungarischen Stalinisten enteignete Hab und Gut.
Ungarischer Präsident zu Audienz beim Papst
13.09.2010 · Nachrichten
Ungarischer Präsident zu Audienz beim Papst
Der ungarische Staatspräsident, Pál Schmitt, traf sich am Freitag mit Papst Benedikt XVI zu einer Privataudienz in dessen Sommerresidenz Castel Gandolfo unweit von Rom. Dort führte Schmitt nochmals aus, dass er sich für die neue ungarische Verfassung, die bis zum nächsten Frühjahr entworfen werden soll, eine „Reverenz an die christliche Tradition und die Heilige Krone (gemeint ist die Stephanskrone, Anm.)“ wünscht. Außerdem regte er einen Ausbau der „spirituellen Betreuung“ der „Ungarn hinter den Grenzen“ durch ungarische Geistliche aus. Der Papst sagte Schmitt zu, ihm bei der Umsetzung dieses Anliegens so weit wie möglich zu helfen. Die Reise zum Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche war nach dem Antrittsbesuch in Österreich die zweite Auslandsreise von Schmitt.
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