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Kurzmeldungen aus Ungarn — KW 41/2010 (II)

(c) Pester Lloyd / 41 – 2010 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.

Multi-Kulti aus Budapest im Goethe-Institut

11.10.2010 · Kultur

Multi-Kulti aus Budapest im Goethe-Institut

Bis zum 15. Februar 2011 zeigt das Goethe-Institut in seiner Ausstellung „Kunst im Haus“ multikulturelle Vielfalt. Künstler, die nicht aus Ungarn stammen, aber nach Budapest gezogen sind, wurden eingeladen, ihre Kunst, ob Fotografie, Bildhauerei, Objektkunst oder Malerei, in den Räumlichkeiten des Goethe-Institutes auszustellen um die Bandbreite der Kreativität in Budapest zu fördern. Zusätzlich regt die Ausstellung der Künstler aus den verschiedensten Ländern, wie zum Beispiel Serbien, Deutschland, der USA, Frankreich, Finnland und Armenien, zu Diskussionen über Identität und Nationalität an.

Im Goethe-Institut, in der Radáy utca 58

Bis 15.02.2011 Weitere Informationen: http://www.goethe.de/ins/hu/bud/deindex.htm

Direktflüge Budapest-New York, Malév kündigte alle Mitarbeiter in Deutschland

11.10.2010 · Wirtschaft

Direktflüge Budapest-New York, Malév kündigte alle Mitarbeiter in Deutschland

American Airlines, die viertgrößte Fluggesellschaft der Welt, wird ab April Direktflüge zwischen Budapest und New York anbieten. Das teilte der Betreiber des Airport Ferihegy am Freitag mit. Der erste Flug soll demnach am 4. April 2011 mit einer Boeing 767-300, bereits ab diesem Montag kann man für die Route Tickets kaufen. Jost Lammers, Vorstandschef der Budapest Airport, erklärte, dass sein Unternehmen mehr als zwei Jahre daran gearbeitet hat, diese neue Überseeverbindung in Budapest anbieten zu können. American Airlines bietet insgesamt 250 Verbindungen mit über 850 Maschinen an, Sitz des Unternehmens ist Texas.

Ohne öffentliches Aufsehen hat die wieder staatliche Malév alle Mitarbeiter in Deutschland gekündigt und lässt die dort angebotenen Dienstleistungen der Verkaufsbüros nun über eine externe Firma abwickeln, die Maßnahme ist Teil des Kostensparpaketes, das die hochverschuldete Airline bis 2012 – zumindest operativ – wieder gewinnbringend machen soll.

Ungarische Richter übernimmt Schweizer Biopharma-Unternehmen

11.10.2010 · Wirtschaft

Ungarische Richter übernimmt Schweizer Biopharma-Unternehmen

Der größte ungarische Pharmakonzern, Richter Gedeon, gibt die Übernahme des Schweizer Unternehmens PregLem für insgesamt rund 115 Mio EUR in bar und erfolgsbezogenen Zusatzzahlungen von bis zu 220 Mio. EUR bekannt. PregLem ist auf biopharmakologische Produkte (Naturmedizin im industriellen Maßstab) sowie Spezialmedizin für die Frauenheilkunde spezialisiert, der Kauf soll Richters Produkportfolio ergänzen und seine Stellung auf westeuropäischen Märkten verbessern, hier stehen vor allem Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italein und Spanien im Fokus. Mit der Übernahme sagten die Ungarn Investition von rund 80 Millionen EUR bis 2013 zu, die vor allem in die Vermarktbarkeit von Entwicklungen der PregLem gesteckt werden sollen, das Management belibt vorerst auf seinem Posten.

Ex-General aus Ungarn im Sudan entführt

11.10.2010 · Nachrichten

Ex-General aus Ungarn im Sudan entführt

Ein hochrangiger ungarischer Militär ist während einer Friedensmission im Sudan entführt worden. Der Generalleutnant im Ruhestand István Papp nahm als ehrenamtlicher Helfer an einer Aktion teil, die im Auftrag der UNO ehmalige Kindersoldaten demobilisieren soll und ihnen altersgerechte Entwicklungsperspektiven anbietet. Das UNO-Sekretariat informierte, dass Papp im Rahmen des UNAMID-Einsatzes am 7. Oktober in Al-Fashir entführt worden ist. Man fand sein Auto kurze Zeit nach dem Überfall. Derzeit bemüht sich die ungarische Botschaft in Kairo um die Kontaktaufnahme mit lokalen Behörden im Sudan, um Hinweise zum Aufenthaltsort und den Entführern zu bekommen, die zu einer Freilassung oder Befreiung des Mannes führen könnten. Nach bisherigen Informationen stürmten vier Bewaffnete ein Quartier der UN-Delegation in Al-Fashir, fesselten zwei Personen und nahmen zwei weitere mit. Einer der beiden konnte fliehen, der andere, István Papp wurde in einem der beiden UN-Fahrzeuge mitgenommen.

Supermarathon Wien-Budapest 2010

11.10.2010 · Kultur

Supermarathon Wien-Budapest 2010

Der Supermarathon zwischen Wien und Budapest findet seit mehr als zwei Jahrzehnten statt und wird von Jahr zu Jahr populärer. Sponsoren, Teilnehmer, Gemeinden und Organisatoren machen ihn jedes Mal zu einem aussergewöhnlichen Laufsport-Event. Dieses Jahr beginnt der Supermarathon startet am 19. Oktober in Wien, beginnt für die ungarischen Teilnehmer aber auf dem Budapester Heldenplatz. Dort fahren zwischen sechs und sieben Uhr Busse zum Startort in Wien. Die erste Etappe führt nach Bratislava, mit einer Entfernung von 90 Kilometern. Die nächste Etappe enthält 86 Kilometer und führt zum Ziel Györ. Anschließend geht es 63 Kilometer nach Tata. Am vierten Tag haben die Läufer die 60 Kilometer lange Route von Tata bis nach Budakeszi zu bewältigen. Nach einem Halbmarathon kommen sie schließlich am fünften Tag in Budapest an. Doch die sportliche Ertüchtigung ist nicht der einzige Anreiz für den Supermarathon. Das Organisationskomitee krönt die ersten Tausend Läufer des Halbmarathon-Einzellaufes und des internationalen Halbmarathons mit einem T-Shirt. Eine Medaille gewinnen die ersten drei Senioren.

19. Oktober 2010 bis zum 23. Oktober 2010

Weitere Informationen: www.szupermarathon.hu

Neuer Bürgermeister von Budapest sorgt sich um "erschütterte Finanzlage" der ungarischen Hauptstadt

11.10.2010 · Nachrichten

Neuer Bürgermeister von Budapest sorgt sich um „erschütterte Finanzlage“ der ungarischen Hauptstadt

In einer ersten Stellungnahme dankte der neue Budapester Oberbürgermeister, István Tarlós, seinem Amtsvorgänger, Gábor Demszky, großmütig für seine „20 Jahre harte Arbeit für Budapest.“ Allein die Dauer dieser Amtszeit sei schon ein politischer Erfolg. Die Amtsübergabe ist reibungslos verlaufen, so Tarlós und er wolle auch mit den Oppositionsparteien zusammenarbeiten. Nicht alles wird so bleiben wie es war, doch was es wert ist erhalten zu werden, werde auch unter der neuen Regierung Bestand haben, besonders das kulturelle Leben der Hauptstadt erwähnte der neue OB dabei.

Auf der anderen Seite benannte Tarlós sogleich, dass er eine Stadt mit „erschütterten Finanzen“ übernimmt, was sowohl den Haushalt der Stadt wie auch den Zustand der meisten stadteigenen Unternehmen betrifft. Viele Fragen zu den Finanzen sind derzeit noch „instabil und unklar“, um diese zu klären, werde er mit seinem Vorgänger in Kontakt bleiben. Schließlich betrachten wir uns nicht als Feinde, meinte der Fidesz-Politiker, der als erster konservativer Bügermeister in Budapest seit 65 Jahren agiert. Demszky bat seinen Nachfolger, im Interesse der Stadt, die angefangenen Investitionen (u.a. die neue Metrolinie 4) zu Ende zu bringen. Tarlós will dies tun, wenn es finanzierbar ist.

Titelseite der aktuellen Pester-Lloyd-Wochenzeitung

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