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Kurzmeldungen aus Ungarn — KW 47/2010

(c) Pester Lloyd / 47 – 2010 KURZMELDUNGEN — gesammelte Meldungen dieser Woche aus dem Archiv.

Elmu mit Gewinnsprung in Quartal 3

22.11.2010 · Politik

Elmű mit Gewinnsprung in Quartal 3

Der ungarische Stromkonzern Elmű, der im wesentlichen die Stromversorgung von Budapest abdeckt und sich im Mehrheitseigentum der deutschen Konzerne RWE und EnBW befindet, kann für das dritte Quartal einen Gewinn nach Steuern von 21,8 Milliarden Forint (knapp 80 Mio EUR) ausweisen. Das Ergebnis leigt rund 23,6% über dem von vor einem Jahr. Dazu trug die 50%ige Beteiligung bei Magyar Áramszolgáltató den größten Anteil bei sowie die Reduzierung von Zinszahlungen auf Bankkredite. Allerdings erwartet man durch die Krisensondersteuer für das Gesamtjahr eine spürbare Reduzierung des Gewinns. Energieversorger müssen, vorerst bis 2012, 1,05% aller Umsätze an den Staat abführen, außerdem zahlen die Energieunternehmen noch eine Robin-Hood-Steuer von weiteren 7% auf das Ergebnis, die bereits von der Vorgängerregierung eingeführt wurde und von der jetzigen verängert wurde.

Bis Ende September erreichte Elmű Umsätze von 187,6 Mrd. Forint, ca. 7,4% weniger als im Vorjahr, allerdings konnte man auch die Kosten um 10% bei den Rohstoffen, Materialien und 5,8% beim Personal reduzieren. Der operative Gewinn macht für das Gesamtjahr bisher 21,6 Mrd. Forint aus, -2,6%, Verluste aus Finanzgeschäften sanken auf 761 Mio, die Beteiligungen verdoppelten ihre Gewinne auf 5,8 Mrd. HUF.

Weitere Quartalsergebnisse von Unternehmen in Ungarn Ergebnisse von Banken im 3. Quartal

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Leichtes Erdbeben im Süden von Ungarn

22.11.2010 · Nachrichten

Etwa zehn Kilometer von der Stadt Mohács im Süden von Ungarn, ereignete sich am frühen Sonntagmorgen ein kleineres Erdbeben. Einwohner berichten, dass Erschütterungen deutlich zu spüren waren, Schäden seien aber bisher nicht gemeldet worden. Die Erdstöße erreichten einen maximalen Wert von 2,5 auf der Richter-Skala, teilt das seismologische Observatorium der Ungarischen Akademie der Wissenschaften mit. Jedes Jahr werden in Ungarn um 100 kleinere Erdbeben, meist unter 2,5, gemessen, wirklich größere Erschütterungen gibt es an den Rändern der Tiefebene das geologisch zum Karpatenvorraum zählt, nur alle 40 bis 50 Jahre, diese können dann bis zu 5,5 und 6 auf der Richter-Skala erreichen. Zuletzt gab es im nordöstlichen Szerencs im Oktober ein Beben der Stärke 2,7.

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Orbán am Montag in Malta

22.11.2010 · Politik

Ministerpräsident Viktor Orbán ist seit Wochen in der Welt unterwegs, vornehmlich, um sein Land und sich als künftigen EU-Ratspräsidenten bekannt zu machen, Schwerpunkte abzustimmen und Wirtschaftskontakte herzustellen So fuhr er u.a. nach China , in die Ukraine , sowie letzte Woche nach Paris, Brüssel und zum NATO-Gipfel in Lissabon . An diesem Montag reist Orbán nach Malta, um mit seinem Amtskollegen Lawrence Gonzi zu sprechen. Beide Länder haben seit 1970 diplomatische Beziehungen, Ungarn lässt sich in dem kleinen Inselstaat allerdings über seine Botschaft in Rom vertreten sowie seit 1992 über einen Honorarkonsul vor Ort. Der letzte offizielle Besuch fand 2007 durch den damaligen Präsidenten László Sólyom statt.

AUSSENPOLITIK

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Regierung will "Weltregister der Ungarn" anlegen

22.11.2010 · Politik

Die ungarische Regierung will, auf Anregeung ihres fundamental-christlichen Juniorpartners KDNP, bald ein „Weltregister aller Ungarn“ anlegen. Mit Beginn des kommenden Jahres soll das Projekt nach Vorstellungen des Vizepremiers Zsolt Semjén beginnen und die „Identität der Ungarn in der ganzen Welt stärken.“ In einem ersten Schritt werden die auslandsungarischen Organisation gebeten, ihre Mitglieder über ein solches Register zu informieren. Wer auch seine Email-Adresse angeben möchte, erhielte in Zukunft Nachrichten von „ungarischen Belangen“, literarische Werke und anderes mehr. Das Interesse an einem solchen Register sei sehr hoch, behauptet Semjén, zahlreiche Freiwillige hätten sich bereits gemeldet.

Nach welchen Kriterien Semjén diese Datensammlung erstellen will und für welche Zwecke sie noch herhalten soll, ist vollkommen unklar. Skeptische Menschen, auch unter den Auslandsungarn, fragen daher schon besrogt an, ob Ungarn nun sämtliche ausländische Telefonbücher nach ungarischen Namen durchforsten will, wieweit die Ahnenreihe zurückreichen muss oder wie lange man schon in anderen Kulturen leben darf, um noch als Ungar zu gelten oder eben auch nicht mehr. Was ist mit vertriebenen jüdischen Mitbürgern bzw. ihren amerikanisierten Nachfahren, Roma, vertriebenen Ungarndeutschen? Gehören sie zum „Ungarntum“ (Magyarság) oder sind sie rassisch für die Aufnahme in die Liste unterqualifiziert? Werden Personen auch ohne ihr Wissen in einer solche Liste geführt? Auf all diese Fragen gibt es noch keine Antwort.

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Bankensteuer in Ungarn zieht Branche ins Minus

24.11.2010 · Nachrichten

Der ungarische Bankenmarkt wurde vor allem durch die saftige Bankensteuer, deren erste Rate im September fällig wurde, im dritten Quartal ins Minus gezogen. Rechnet man alle Nachsteuerergebnisse der in Ungarn getätigten Bankgeschäfte zusammen ergibt sich ein kombiniertes Branchenergebnis von -57 Milliarden Forint (ca. 207 Mio EUR) in Q3. Errechnet hat das die Finanzmarktaufsicht PSZÁF. Doch auch der Vorsteuergewinn von Januar bis September liegt mit knapp 126 Mrd. deutlich unter den 182 Mrd. Forint der Vorjahresperiode. Dieser Rückgang ist wiederum den zur Zeit wieder enorm wachsenden Risikorücklagen und Abschreibungen von faulen Konsumenten- und Hypothekenkrediten anzukreiden, bei denen die Nationalbank für die nächsten sechs Monate einen „weiteren dramatischen Anstieg“ erwartet . Immer mehr Banken reagieren mit nicht unbedeutendem Stellenabbau auf die Belastungen aus der Bankensteuer.

Quartalsergebnisse ungarischer Banken und Unternehmen

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Hell Energy Drink baut Werk in Ungarn

24.11.2010 · Nachrichten

Der ungarische Hersteller von Energydrinks, Hell Magyarórszág, baut im Nordosten des Landes bei Szikszó eine Fabrik mit einer Gesamtinvestition von fast 17 Mio EUR. Damit könnte das Unternehmen ab 2011 die im Ausland angemieteten Produktionskapazitäten abbauen und die Herstellung im eigenen Werk umsetzen. Die Produktionslinie und die Technologie für die Herstellung und Abfüllung von bis zu 48.000 Dosen pro Stunde kommt aus Deutschland, bereits im Januar soll der Testlauf beginnen, im März die reguläre Produktion. Bis Ende des Jahres soll dann die volle Kapazität im Drei-Schicht-Verfahren erreicht werden. Die Finanzierung erfolgt, nach Angaben des Unternehmens aus eigenen Mitteln, EU-Geldern und einheimischen Quellen. Hell ist mittlerweile in zwanzig Ländern Europas und Asiens erhältlich, die Verkäufe erreichen mittlerweile weit über 100 Mio Dosen pro Jahr. Hell ist Hauptsponsor der Williams Formel 1 Teams. Mehr zum Thema:

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