(c) Pester Lloyd / 12 – 2013 NACHRICHTEN 21.03.2013
Im April wird Ungarn in Russland ein weiteres "Handelshaus" mit angeschlossenem Lager und Investitionszentrum eröffnen, das erste dieser Art entstand vor wenigen Wochen in Baku , Aserbaidshan, mit dem man seit der Auslieferung des "Axtmörders" besonders freundliche Beziehungen pflegt. Weitere solche Handelshäuser sind geplant, im Staatshaushalt sind dafür allein 2013 über 10 Mio. EUR reserviert. Gerade waren der ungarische Außenminister Martonyi sowie der persönliche Außenstaatssekretär Péter Szijjártó zum Zwecke der Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen in Moskau. Außerhalb der EU sei Russland für Ungarn der wichtigste Handelspartner, die Handelsbilanz zeigt einen Überschuss von 5 Mrd. USD zu Gunsten der Russen
Landwirtschaft, Pharma, aber auch der Tourismus standen auf dem offiziellen Programm der Verhandlungsdelegation, die wirklichen Schwergewichte auf der Agenda ließ man jedoch unter den Tisch fallen. Dabei geht es darum, ungarische Staatsanleihen zu bevorzugten Bedingungen in Russland zu verkaufen und im Gegenzug den Auftrag für den milliardenschweren Ausbau des AKW Paks an die Russen zu vergeben. Die Opposition beklagte bereits die „intransparente“ Atompolitik in diesem Zusammenhang beim Treffen Orbáns mit Putin Ende Januar. Auch die Fragen von Gas- und Öllieferungen und die dazugehörigen taktischen Spielereien bezüglich zu errichtender Pipelines (South Stream vs. Nabucco) spielen eine Rolle, zumal Ungarn durch den (noch immer nicht abgeschlossenen) Ankauf der E.ON-Gastöchtern sich nun erst einmal eine entsprechende Verhandlungsposition für allfällige Preis- und Kontingentverhandlungen aufbauen muss. Orbán in Jordanien: Ungarn wettbewerbsfähigstes Land in Europa…
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