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Soldaten aus Ungarn als Mediziner und Scharfschützen in Mali

(c) Pester Lloyd / 12 – 2013 NACHRICHTEN 21.03.2013

Mediziner und Scharfschützen: Ungarn startet Militäreinsatz in Mali Seit dieser Woche sind ungarische Militärangehörige in Mali stationiert, wie das Verteidigungsministerium heute, Donnerstag, mitteilte. Bereits seit 27. Februar ist ein Verbindungsoffizier vor Ort, drei weitere folgten ihm am Dienstag, sie werden im Militärlazarett der deutschen Bundeswehr in dem westfrikanischen Land mithelfen. Am 13. April sollen weitere sechs Spezialisten für eine Scharfschützenausbildung für das reguläre malische Miltär entsandt werden. Laut Regierungsbeschluss ist die Maximalzahl auf 15 beschränkt und zunächst bis spätestens 18. Mai 2014 angesetzt. Die Soldaten seien sehr erfahren und bereits im Kosovo und in Afghanistan im Einsatz gewesen. Das Ministerium legt wert darauf, dass die Ungarn abseits der Gefahrenzonen, im Süden des Landes eingesetzt werden.

Dieses Bild von der Verabschiedung stellt uns der öffentlich-rechtliche Rundfunk (hirado.hu via MTI) zur Verfügung…

Mali ist nicht der erste Einsatzort für die ungarische Honvéd, man war bereits in Mozambique, Somalie, Uganda sowie auf der Sinai-Halbinsel an der ägyptisch-israelischen Grenze. Derzeit sind ungarische Militärs auch an der UN-Mission in der Westsahara (MINURSO) sowie bei der EU-geführten Mission EUSEC im Kongo zu Gange. Der Einsatz in Mali folgt einem Unterstützunsaufruf Frankreichs, das im Januar auf eigene Faust in das Land einmarschierte, um die Macht der islamistischen Putschisten zu brechen und eine Abspaltung des Nordens zu verhindern, weil man fürchtete, dass dort ein Terroristen-Staat entstehen könnte. Mittlerweile hat man aus dem Engagement Frankreichs ein EUTM, eine European Union Training Mission, gemacht, der sich Ungarn anschloss. Für den Einsatz wurde ein offizielles Budget von 555 Mio. Forint (ca. 1,8 Mio. EUR) bewilligt.

Die Opposition warf die Frage auf, was die desolate ungarische Armee, die nicht mal in der Lage sei, die eigenen Leute in angemessener Zeit aus einem Schneesturm zu befreien, in Westafrika verloren habe. red.

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