Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Regierungspartei in Ungarn kündigt Pauschalsteuer für kleine Selbständige an

(c) Pester Lloyd / 46 – 2012 WIRTSCHAFT 16.11.2012

Die ungarische Regierung stellt 2013 rund 300 Milliarden Forint (1,12 Mrd. EUR) für kleine und mittelständische Betriebe und deren Angestellten zur Verfügung, heißt es in einer Mitteilung des Fidesz-Fraktionsvorsitzenden Antal Rogán. Zentrale Maßnahmen seien das "Arbeitsplatzschutzprogramm" , das u.a. die Einstellung bestimmter Personengruppen mit Abgabenentlastungen für die Arbeitgeber belohnt, sowie die "schnellere Vergabe von EU-Geldern " (Ungarn absorbiert derzeit nur rund ein Drittel aller möglichen Mittel). Beides zusammen, so der Fraktionschef "wird zu wirtschaftlichem Wachstum und einer höheren Beschäftigtenrate" führen. "Arbeit muss billiger werden", "so schützen wir Jobs", sagte Rogán (er meinte dabei die Kosten für die Arbeitgeber, denn bei den Löhnen geht es kaum noch tiefer, die meisten sind ohnehin nur auf Minimallohn angemeldet), wobei die Regierung den Schwerpunkt ihrer Initiativen vor allem auf die Gruppen legt, die bisher nur wenig am Arbeitsmarkt partizipieren, wie: "unausgebildete Arbeiter, junge Mütter, die zur Arbeit zurückkehren wollen und Menschen über 55 Jahre…"

Neben diesen Maßnahmen kündigte Rogán noch ein vereinfachtes Steuermodell als Ersatz für die auslaufende ÉVA -Steuer an. Selbständige mit einem Jahresumsatz von unter 6 Mio. Forint (21.000 EUR) könnten durch einen monatlichen Pauschalbetrag von 50.000 Forint (175.- EUR) „alle Steuern abgelten“. Rogán spezifizierte nicht, ob dabei auch alle Abgaben (Sozialkassen) sowie lokale Steuern inbegriffen sind. Auch für Unternehmen mit weniger als 25 Angestellten wird es „maßgebliche Nachlässe“ geben. Diese Ankündigungen sind insofern bemerkenswert, da sie automatisch weitere Budgetanpassungen nach sich ziehen würden. Über die wahren Sorgen kleiner und mittelständischer Unternehmen in Ungarn: Stiefkinder am Gängelband – Okt. 2012 Kleinunternehmen in Ungarn – zerrieben zwischen Bürokratie und Kreditklemme

Titelseite der aktuellen Pester-Lloyd-Wochenzeitung

Neu · Jeden Freitag als PDF

Der Pester Lloyd als Wochenzeitung – wie früher am Kiosk, nur digital

Ausgabe 10.–16. August 2026, 15 Seiten im großen Zeitungsformat. Darin unter anderem:

• Sziget, Tag drei – Florence, Staub und ein Ermittlungsverfahren• András Baka vereidigt – ein Präsident für den demokratischen Wiederaufbau

Zeitung ansehen – 2,50 €

In eigener Sache – Ihr Kauf unterstützt unabhängigen Journalismus ohne Paywall.

0 0 Bewertungen
Beitragsbewertung
Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Kommentare
Älteste
Neueste Meistbewertet
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
© Alle Inhalte Copyright 2026 Pester Lloyd
0
Deine Meinung würde uns sehr interessieren. Bitte kommentiere.x