(c) Pester Lloyd / 26 – 2012 NACHRICHTEN 25.06.2012
Die Budapester Stadtversammlung hat bei ihrer Sitzung am Mittwoch eine Reihe von Entscheidungen zu den praktisch bankrotten Nahverkehrsbetrieben BKV getroffen, darunter auch die Verlängerung von Bürgschaften und Garantien sowie die Verlängerung von auslaufenden Krediten gegenüber Banken und der öffentlichen Hand. Außerdem soll die Busabteilung vom Rest der BKV (Tram, Trolley, Metro, HÉV in Budapest) getrennt werden, aber in städtischem Besitz und unter Aufsicht der Verkehrsholding BKK verbleiben. Man will so den einzig annähernd profitablen Zweig schonen, Kritiker sagen, hier werden nur zusätzliche Posten geschaffen, für Leute, die bei kommenden Ausschreibungen neuer Busse an den richtigen Stellen sitzen sollen. Wassertaxi auf der Havel bei Potsdam
Außerdem wurden Pläne für ein Wassertaxi-System auf der Donau durch die BKV konkretisiert. Danach sollen an Wochentagen zwischen 7 Uhr früh und 7 Uhr abends jeweils stündlich zwei Wassertaxis zwischen Romaifürdö und Kopaszi dam sowie ein weiteres zwischen Újpest und Haller utca verkehren, wobei die normalen Fahrscheine der BKV dort gültig wären. Die BKV kalkuliert für das Projekt einen jährlichen Reingewinn von ca. 70.000 EUR, über die Höhe der erforderlichen Investitionen schweigt man sich aber aus. Das Projekt dürfte vor allem bei Touristen auf großes Interesse stoßen, aber auch Berufspendler können mit den Gefährten den einen oder anderen Stau umgehen. Ein Amphibienbus für Stadtrundfahrten hatte kürzlich eine Panne und schwamm manövrierunfaähig auf der Donau. Wassertaxis werden bisher nur – ziemlich teuer – von privaten Unternehmen angeboten. red.
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