(c) Pester Lloyd / 24 – 2010 NACHRICHTEN 15.06.2010
Private Pensionsfonds in Ungarn gleichen Krisenverluste aus
Die Gewinne der privaten Pensionfonds in Ungarn, die als eine Art freiwillige Zusatzrentenversicherung funktionieren, konnten im ersten Quartal dieses Jahres mit 43,2 Milliarden Forint (ca. 155 Mio EUR) einen deutlichen Gewinn einfahren und damit den größten Teil der schweren Verluste aus dem Kirsenquartal I/2009 (-45,9 Mrd. HUF) wieder wettmachen. Allerdings stehen die privaten Pensionsfonds vor einem Problem, liefen ihnen nämlich seit Jahresbeginn die Mitglieder in Scharen davon, seit die früher steuerfreien Arbeitgeberzuschüsse, als eine Art Prämie außerhalb des Gehalts bezahlt, mit 25% Steuern belegt werden. Die Einnahmen aus Mitgliederzahlungen sanken dadurch im ersten Quartal um weitere 24,7% bzw. 17,4 Mrd. HUF.
Die Zahl der Kunden sank um weitere 7.520 auf noch 1,32 Mio. Den größten Mitgliederschwund haben die privaten Rentenanbieter aber schon hinter sich, Hunderttausende machten während der Hochzeit der Krise von der gesetzlich geschaffenen Regelung Gebrauch, mitsamt ihren Ersparnissen wieder in den nicht sehr ertragreichen, aber sicheren Schoß der staatlichen Rentenversicherung zurückzukehren. Dennoch managen die privaten Rentenanbieter per Ende März ein Rekordportfolio von fast 840 Milliarden Forint (3 Mrd. EUR), 30% mehr als ein Jahr zuvor. Rund ein Drittel der Gelder sind in Staatsanleihen veranlagt, ca. 23% in Aktien und Firmenanleihen. Durch ein striktes Kostenpsarprogramm, das einen Rückgang der Betriebskosten um 15,4% auf 1,27 Mrd. Forint zeitigte, konnte man den Rückgang im operativen Geschäft auffangen, die bessere Renditelage der Anlagen sicherte dann den Gewinn.
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