(c) Pester Lloyd / 42 – 2010 NACHRICHTEN 19.10.2010
Ungarischer Regierungschef verteidigt umstrittene Rentenpläne
Während der Parlamentssitzung am Montag verteidigte der ungarische Ministerpräsident Orbán, neben den Plänen für eine neue Krisensteuer und eine Flat Tax zur Einkommenssteuer , auch die Einbehaltung der Beiträge zur freiwilligen Rentenversicherung . Dabei bezeichnete er die private Zusatzrente als eine Art Glücksspiel, einen Eingriff der privaten Wirtschaft in öffentliche Belange, der nicht zu dulden sei. Man habe sogar eine vollständige Rückverstaatlichung des Sektors erwogen, will die Entscheidung aber den Versicherten selbst überlassen und vertraut darauf, dass die Bürger „einen starken Staat“ letztlich als eine größere Sicherheit betrachten als private Pensionfonds. Das derzeitige System besteht in einer Zahlung von 9,5% des Bruttolohns für die Rente. Die Arbeitnehmer können bisher aber wählen, den gesamten Betrag ins staatliche System einzuzahlen oder 8% an private Träger und nur 1,5% an die staatliche Rentenkasse. Diese 8% werden nun für 14 Monate vom Finanzamt zu Gunsten der Staatskasse einbehalten, um die Defiztiziele zu erreichen, was die privaten Versicherer als Enteignung betrachten. Die Regierung weist mehrfach daraufhin, „dass sie Renten sicher sind“ und durch die Umlenkung der Beiträge ins staatliche System keine Beitragsverluste eintreten werden.
Zwangsbeglückung – 14.10. Kalte Enteignung? Wirbel um private Rentenversicherung in Ungarn
http://www.pesterlloyd.net/2010_41/41rentenversicherung/41rentenversicherung.html Von der Not getrieben – 18.10.
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