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Raketenangriffe auf Kyiv – Kein Ende in Sicht - Todesopfer und Verletzte nach russischen Angriffen

Kyiv. In der Nacht auf Sonntag hat Russland erneut ballistische Raketen auf die ukrainische Hauptstadt Kyiv abgefeuert. Nach Angaben der ukrainischen Behörden kam dabei eine Frau ums Leben, mehrere Menschen wurden verletzt. In Kiew wurden in zwei Stadtbezirken Brände gemeldet, und die Feuerwehr war im Einsatz. Kiews Bürgermeister Witali Klitschko forderte die Einwohner auf, in ihren Schutzräumen zu bleiben. Auch in anderen Regionen der Ukraine, darunter die Industriestadt Krywyj Rih, wurden Angriffe gemeldet, bei denen sechs Menschen verletzt wurden.

Währenddessen berichtete Moskau von einem ukrainischen Angriff mit rund 600 Drohnen auf die Region der russischen Hauptstadt. Laut Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin wurden 201 dieser Drohnen von der Luftabwehr zerstört. Drei Menschen wurden verletzt, und ein 83-jähriger Mann kam ums Leben, als eine Drohne auf sein Grundstück fiel. In der Stadt Podolsk, etwa 40 Kilometer von Moskau entfernt, wurden ebenfalls drei Menschen verletzt.

Die ukrainischen Luftstreitkräfte berichteten von weiteren Angriffen mit Raketen, Gleitbomben und Drohnen auf andere Landesteile wie Krementschuk. Aufgrund eines Mangels an Munition zur Raketenabwehr hat Russland seine Angriffe mit ballistischen Raketen auf Kiew und andere Städte verstärkt. Die Ukraine verfügt über mehrere von den USA produzierte Patriot-Systeme, jedoch nicht genügend Abfangraketen, um diese effektiv einzusetzen.

Im Süden Russlands, in der Region Rostow am Don, starben bei einem ukrainischen Drohnenangriff mindestens drei Menschen, und eine Person wurde verletzt. Zudem brach ein Feuer in einem Lager des größten russischen Onlineversandhandels Wildberries aus, das in der Vergangenheit ebenfalls Ziel von Angriffen war. In Domodedowo, wo sich auch ein Moskauer Flughafen befindet, geriet ein Lager mit Medikamenten in Brand.

Internationale Beobachter rufen zu einer Deeskalation auf, doch eine Lösung des Konflikts scheint weiterhin in weiter Ferne.

Quellen: ORF
Photo: Sergey Galyonkin from Raleigh, USA / Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)

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