Kühlwassermangel zwingt zur Abschaltung des letzten Reaktors
Bukarest. Rumänien hat das Atomkraftwerk Cernavoda aufgrund von Niedrigwasser im Fluss Duna vollständig abgeschaltet. Die Entscheidung fiel am Donnerstag, nachdem bereits Ende Juli der erste Reaktorblock wegen mangelndem Kühlwasser stillgelegt wurde. Nun folgt der zweite Block, wodurch dem Land eine konstante Erzeugungskapazität von 680-700 Megawatt fehlt.
Die Wiederinbetriebnahme des Reaktors hängt von den Wasserständen der Donau ab, die derzeit unter dem kritischen Schwellenwert liegen. Trotz Versuchen, die Wasserstände durch technische Maßnahmen zu erhöhen, bleibt die Lage angespannt. Die Abschaltung könnte mindestens zwei Wochen andauern, was die Energieversorgung des Landes weiter unter Druck setzt.
Die politische Instabilität in Rumänien erschwert zudem die Umsetzung notwendiger Reformen, um EU-Fördermittel zu sichern. Experten warnen vor den wachsenden Herausforderungen durch die politische und wirtschaftliche Lage, die den Einfluss rechtspopulistischer Kräfte stärken könnten.
Quellen: derstandard.at, 444.hu
Photo: Pester Lloyd (Grafik)
















